Der Wolfsmensch


Originaltitel:
The Wolf Man
Jahr:
1941
Eingetragen:
30.10.2014
Bearbeitet:
05.07.2015
IMDB-Wertung:
7,3/10

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Der Wolfsmensch auf der Suche…
Nach 18 Jahren in den USA kehrt Larry Talbot (Lon Chaney Jr.) seinem Vater (Claude Rains) aus Liebe zum walisischen Familiensitz zurück. Wie es sich für einen echten Amerikaner gehört, macht er sich gleich mal an eine junge Frau (Evelyn Ankers), die mit einem Bediensteten der Familie verlobt ist, ran. Sein Vorschlag, aus Jux ein Zigeunercamp zu besuchen und sich dort die Zukunft voraussagen zu lassen, gerät jedoch zum Desaster: Eine andere Freundin (Fay Helm) wird von einem Wolf angefallen und ermordet, bevor Larry wiederum diesen erschlagen kann.

Die Polizei findet statt des Wolfes jedoch die Leiche eines der Zigeuner (Bela Lugosi) und es steht die Vermutung im Raum, Larry habe in einem Anfall geistiger Umnachtung ihn erschlagen. Auch seine Bisswunde ist seit dem Vorabend wundersam verheilt. Belas Mutter (Maria Ouspenskaya) hat eine unglaubliche Erklärung parat: Ihr Sohn war ein Werwolf und durch den Biss liege der Fluch nun auf Larry. Der mag es erst nicht glauben, doch die Indizien häufen sich ebenso wie die Todesfälle…

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…nach seinem nächsten Opfer.
Ein solider, aber völlig zu Unrecht meist in den Himmel gelobtes Horrorfilmchen. Zugunsten der Zurschaustellung der Wolfsmaske, auf die man wohl besonders stolz war, wird die psychologisierende Ebene zumindest für den Zuschauer sehr schnell verworfen. Mögen manche „ungläubige“ Charaktere noch so ausführlich darüber schwadronieren, dass sich ein Mensch in einem Wahnsinnsanfall vorstellen kann, alles mögliche zu sein, so weiß man als Beobachter schon lange, dass diese an ihren Pfeifen nuckelnden Herren unrecht haben, dass Larry wirklich zum Wolfsmenschen wird.

Man könnte sagen, diese Ausgestaltung als Tragödie anstatt als übernatürlicher Krimi ist genregerecht, denn es entspricht zugegeben der Norm. Aber Effektfilme altern schlecht, während psychologische Themen auf menschlicher Ebene relativ zeitlos sind. Nach gut 70 Jahren muss man eingestehen: Da wurde aufs falsche Pferd gesetzt!

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