Robinson und seine wilden Sklavinnen


Originaltitel:
Robinson und seine wilden Sklavinnen
Jahr:
1972
Eingetragen:
19.02.2015
IMDB-Wertung:
4,5/10

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„Schuster, bleib' bei deinen Leisten!“, möchte man Trash-Meister Jess Franco nach Konsum dieser Sexklamotte zurufen. Die Anzahl der Nacktszenen der jungen Darstellerinnen (Andrea Rau, Anne Libert und Ingeborg Steinbach) ließ ihn wohl als passenden Kandidaten für den Regiestuhl erscheinen. Aber eine Komödie?

Nicht nur irgendeine, sondern eine Komödie unterster Schublade. Der „Humor“ ist ungemein spießig: Robinson Schmidt (Yehuda Barkan), Apothekergehilfe, steht „unter dem Pantoffel“ seiner frigiden Frau (Ruth Gassmann) und derer ebenfalls bei ihnen lebenden Mutter (Irene D'Astrea). Er träumt davon, auf eine einsame, paradiesische Insel zu entfliehen. Was er dann auch, nach diversen zusammenhanglosen und völlig unwitzigen Laborszenen (Stichwort: sprechender Affe) auch, nach einem Umweg ohne weiteren Belang, tut. Und dort trifft er dann die netten Damen, die Sex, Sex und nochmal Sex mit ihm wollen, denn schließlich ist er dort ja der einzige Mann. Ach so, und dann folgt noch eine an Dümmlichkeit kaum zu übertreffende Episode mit „primitiven Eingeborenen“ (u.A. der angemalte Howard Vernon) und zum Finale darf die zurückgelassene Familie Robinson wieder für ein versöhnliches Ende aufspüren.

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Man muss es wirklich so drastisch sagen: Dieser maximal verklemmte Humor, der sich auf die Faszination des angeblich Verbotenen (Harem) verlässt, funktioniert nur, wenn die Rezipienten ein eben solches Weltbild, wie das scheinbar persiflierte hegen. Denn Komik braucht eine Angriffsfläche und die ist bei liberal-aufgeklärten Menschen bei solcherlei Witzchen nicht vorhanden.

Dazu gesellen sich dümmlichste Clichés wie die herrschsüchtige Schwiegermutter und es gipfelt in einer kaum anschaubaren Szene, in der Robinson den „Eingeborenen“ einen „magischen Tanz“ mittels deutscher Werbeslogans vorgaukelt. Auf dies wie jenes kann man getrost verzichten. Wer Andrea Rau gerne nackt sehen möchte, ist beispielsweise mit Blut an den Lippen weit besser bedient!

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