Journey to the Seventh Planet

Poster
Originaltitel:
Journey to the Seventh Planet
Jahr:
1962
Eingetragen:
28.07.2015
IMDB-Wertung:
4,8/10
TMDB-Wertung:
4,6/10


Hannes schreibt:

Als die UN-Weltraumexpedition (John Agar, Carl Ottosen, Peter Monch, Ove Sprogøe und Louis Miehe-Renard) auf Uranus landet, traut sie ihren Augen kaum: Statt der erwarteten Eiswüste begrüßen sie grüne Wälder und eine atembare Atmosphäre! Und es ist nicht nur irgendein Wald – geradezu magisch und teilweise vor den Augen der Männer entstehen ihnen bekannte Szenerien der Erde: ein komplettes Heimatdorf, sogar bevölkert mit Frauen aus ihrer Vergangenheit. Andererseits ist der Wald jedoch von einer Energieschranke umgeben, auf deren anderer Seite es stockdunkel ist und die Temperaturen den eigentlich erwarteten entsprechen.

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Wohl von Solaris inspiriert erwartet die Männer also eine Reise in ihr eigenes Inneres. Wie die Zuschauer bereits wissen, zapft ein außerirdisches Wesen ihre Erinnerungen an und spiegelt sie ihnen zurück. Allerdings natürlich nur in dem Detailgrad, wie es sie aus den Gehirnen extrahieren kann. So entdecken die Männer beispielsweise, dass all die Pflanzen keinerlei Wurzeln besitzen – alles reine Theaterdekoration.

Die schließlich nicht mehr zu vermeidenden Expeditionen in die eisige Zone fördert dann Unschönes zu Tage: Das außerirdische Wesen, in Form eines einäugigen riesenhaften Gehirns, ist bösartig, will die Männer manipulieren und schlussendlich sogar die Herrschaft über die Erde erringen. Es verteidigt sich mit ebenso auf die Rezipienten abgestimmten Schreckensbildern (wie später in Planet des Schreckens).

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Der Selbstanspruch schwankt also zwischen intrinsischer, durchaus nicht völlig oberfächlicher Selbstreflektion der Charaktere und trashigen Monsterszenen (das Gehirn, ein Rattenwesen usw.). Bezgülich Ersterem wird auch nie so richtig beantwortet, ob die projizierten Frauen nun nach ihrer Erschaffung durch das Wesen autark agieren oder nur quasi als Marionetten agieren.

Es fehlt also in gewisser Weise an der Stringenz des Stoffes, in die eine oder andere Richtung. Genug Ideen sind da und für Freunde des zumindest ansatzweise gepflegten Science-Fiction-Trashs ist der Film auch trotzdem zu empfehlen!

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