Magic Murder

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Originaltitel:
Witch Hunt
Jahr:
1994
Eingetragen:
01.11.2015
IMDB-Wertung:
5,7/10

Das kann doch nun wirklich kein Zufall sein! Nur drei Jahre vorher war ebenfalls im US-amerikanischen Fernsehen bereits mit Hexenjagd in L.A. ein anderer Film gelaufen, in dem eine fiktive Version des realen Horrorautoren H.P. Lovecraft als „hard-boiled“-Privatdetektiv in einer Welt voller Magie aufgetreten war. Nun musste also der arme Dennis Hopper, der sich ja bekanntlich für Nichts zu schade war und sich entsprechend unmotiviert durch die Szenen nuschelt, in die Rolle schlüpfen.

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Effektive Szene mit einfachen Mitteln: Die Autokinoleinwand schießt auf die Gäste

Wieder handelt es sich um einen klassischen Chandler-Fall: Lovecraft soll für Filmstar Kim Hudson (Penelope Ann Miller) deren potentiell untreuen Ehemann und Produzenten N.J. Gottlieb (Alan Rosenberg) beschatten. Tatsächlich vergnügt der sich mit einer Statistin. Soweit Routine, doch kurz darauf trifft ein magischer Fluch eben jenen Gottlieb, so dass er auf Handtellergröße geschrumpft und von seinem Hund gefressen wird. Nun ist natürlich Kim höchst verdächtig. Doch wie eben auch bei Chandler und Konsorten üblich tun sich dahinter weitere, gesamtgesellschaftliche Abgründe auf, die ihre Kreise von transsexuellen Prostituierten (John Epperson) bis zu höchsten politischen Kreisen (Eric Bogosian als McCarthy-Verschnitt, der – wörtlich – öffentliche Hexenverbrennungen veranstaltet) ziehen.

Thematisch ist also Einiges zu holen (unter anderem auch noch Hollywoods Jugend- und Schönheitswahn) und trotz aller Wirren entwickelt sich die Geschichte diesmal logisch nachvollziehbar und durchgehend motiviert. Die Varianz der Trickeffekte ist leider sehr groß, von gut bis schwach. Trotzdem – mit einem besseren Hauptdarsteller wäre dies ein wirklich guter Film geworden!

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