Waves of Lust


Originaltitel:
Una ondata di piacere
Jahr:
1975
Eingetragen:
06.12.2015
IMDB-Wertung:
5,6/10

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Böser Kapitalist nimmt sich wie selbstverständlich, was immer er will
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Giorgio (John Steiner), reiches, herrschsüchtiges Arschloch, terrorisiert zwecks Lustgewinn seine Umwelt. Besonders die Demütigung seiner Freundin Silvia (Elizabeth Turner) bereitet ihm Freude. Er ist es gewohnt, dass er mit seinem Geld alles und jeden kaufen kann. So lädt er die attraktive Barbara (Silvia Dionisio) auf seine Jacht ein und nimmt sogar in Kauf, dass diese ihren Freund Irem (Al Cliver) mit anschleppt.

Es entspinnt sich also mal wieder der übliche Jachtfilm, der zu einem gesamtgesellschaftlichen Mikrokosmos wird. Wobei der Blick auf eben jene unsere Gesellschaft sich als sehr marxistisch geprägt herausstellt: Klassenkampf vor malerischen Kulissen, mit Besitz- und Herrschaftsansprüchen schleimigster Natur; Zuspitzungen, die schon optisch durch den Kontrast zwischen den knochigen Steiner (sehr gute Schauspielleistung) und dem jugendlichen Muskelmann Cliver (leider eher „stoische“ Schauspielleistung) intuitiv illustriert werden.

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Alle müssen ihm zu Diensten stehen
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In zeittypischer Manier gelten die Sympathien natürlich grundsätzlich den armen Schluckern, die nichts zu Markte tragen können außer ihrer physischen Attribute und Arbeitskraft. Genretypisch sind sie dabei jedoch selbstbewusst und ihr eigener Plan perfider als erstmal angenommen; ein wunderbar fieses Ende der Marke der teuflischen von Mykonos oder Sklaven ihrer Triebe wird einem also nicht vorenthalten.

Der Weg dahin wird einem durch beinahe permanentes Teasing der sleazigsten 70er-Jahre-Sorte versüßt. Ob nun noch bemäntelt durch luftige Kleidchen, auf einem der Tauchgänge in hautengen Anzügen, in regelmäßigen Umkleideszenen oder wenn es wirklich (ebenfalls mit großer Regelmäßigkeit) zu sexuellen Handlungen kommt: In der Summe ist mehr Haut als Kleidung auf dem Bildschirm. So ist der nur sehr langsame Handlungsfortschritt im Hauptteil gut zu verkraften; auch wenn die Themen dadurch manchmal beinahe untergehen.

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