La ragazza che sapeva troppo


Originaltitel:
La ragazza che sapeva troppo
Alternativtitel:
The Girl Who Knew Too Much
Jahr:
1963
Eingetragen:
23.02.2016
IMDB-Wertung:
7,1/10

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Alles kommt Schlag auf Schlag: Erst bekommt Nora Davis (Letícia Román) auf dem Flug nach Rom Drogen untergeschoben, dann verstirbt die Freundin, die sie besuchen wollte, praktisch vor ihren Augen, auf der Suche nach Hilfe wird sie überfallen, ausgeraubt und niedergeschlagen und als sie schummrig wieder zu sich kommt, wird sie auch noch Zeugin des Mordes an einer anderen jungen Frau! Wobei keine Leiche zu finden ist und der starke nächtliche Regen auch alle potentiellen Suren weggewaschen haben wird. Da ein weiterer Unbekannter ihr auch noch Alkohol eingeflößt hat, ist ihre Aussage für die Polizei nicht sonderlich glaubwürdig. Selbst ihr Verehrer, der Arzt Marcello Bassi (John Saxon), der sie aus der Nervenklinik holt (eine meisterhafte Szene dort!), scheint eher zu glauben, sie habe sich zumindest den Mord nur eingebildet, auch wenn er gute Mine zum bösen Spiel macht.

Nach diesem intensiven Start wird dann allerdings in dem hochgelobten Urvater des italienischen Thrillers erstmal ordentlich auf die Bremsklötze getreten. Lange geschieht überhaupt nichts; man pendelt gemeinsam mit der Protagonistin zwischen Glauben und Zweifel, allerdings ohne verwertbare neue Hinweise gestreut zu bekommen. Ebenso uneinheitlich gibt sich der Erzählton, der in dieser Phase auf Spannungsmomente praktisch komplett verzichtet und stattdessen schale Witzchen loslässt.

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Erst als ein an dem Fall interessierter Journalist (Dante DiPaolo) aufgetan wird, der eine Verbindung zu einer zehn Jahre zurückliegenden Mordserie herbeitheoretisiert, verdichtet sich die Sache wieder etwas bis zur Auflösung, die man dann wohl tatsächlich als stilbildend auf Jahrzehnte hinaus bezeichnen darf.

Doch es bleibt bei der üblichen Feststellung: Was vielleicht vor vielen Jahrzehnten mal bahnbrechend war, muss heutzutage nicht mehr automatisch besonders gut unterhalten. Nun könnte man sagen, dass ein langsamer Bava immer noch besser ist als sehr viel Anderes und läge damit nicht mal unbedingt falsch. Trotzdem: Dieses wissende Mädchen hat deutliche Längen und die eingeschränkten schauspielerischen Fähigkeiten der Hauptdarstellerin helfen auch nicht unbedingt. Eher ein Film für Historiker.

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