La Donna Invisibile


Originaltitel:
La Donna Invisibile
Jahr:
1969
Eingetragen:
23.02.2016
IMDB-Wertung:
5,8/10

Laura (Giovanna Ralli), gelangweilt in ihrer zutiefst bürgerlichen Existenz, sieht ihre Ehe mit dem Universitätsprofessor Carlo (Gigi Rizzi) am Ende. Dieser erhält zwar nach außen die Fassade aufrecht, schaut aber im wahrsten Sinne des Wortes durch sie hindurch. Ihre Versuche, seine Aufmerksamkeit wiederzugewinnen, verpuffen allesamt und enden unangenehm. Bei Mitbewohnerin Delfina (Carla Gravina) wacht er dagegen auf, ist charmant und aufmerksam.

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Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Aufwühlungen entspinnt sich also ein persönliches Drama um Liebe, Loyalität, Existenz und Identität. Stellenweise ist der Konflikt dabei sehr stark verbildlicht, wie gleich in der wenig subtilen Eingangsszene, so dass man beinahe an der Ernsthaftigkeit der Inszenierung zu zweifeln beginnt.

Doch dann gibt es auch die sich langsam hochschaukelnden Motive, wie der bildlich wiederkehrende Dualismus. Also auch wieder bildlich, nur in diesem Fall gelungener, da scheinbar beiläufig. Gut inszenierte und fähige Schauspielerinnen und Schauspieler, ihre Zeit dokumentierende Kostüme und Masken sowie groovige Morricone-Musik machen die unsichtbare Frau zu einem Vergnügen. Wenn da aus rückblickender Sicht nur nicht die sich schnell einstellenede Erkenntnis wäre, dass Delfinas Status niemals definiert oder auch nur andeutungsweise motiviert wird, was ja – mit der Erfahrung 35 weiterer Filmjahre – grundsätzlich immer verdächtig ist, Signifikanzpotential zu beinhalten…

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