Für immer Adaline


Originaltitel:
The Age of Adaline
Jahr:
2015
Eingetragen:
25.02.2016
Bearbeitet:
27.07.2018
IMDB-Wertung:
7,2/10

Neue Themen sind ja irgendwann schwierig zu finden und so muss mal wieder das uramerikanische beliebte Motiv der „zweiten Chance“ herhalten. Adaline (Blake Lively) verliert ihren heiß geliebten Ehemann und traut sich seitdem nicht mehr aus ihrem Kokon heraus, lässt niemanden mehr an sich heran (dramatisch dargestellt dadurch, dass sie nicht mehr altert). Nach Jahrzehnten unter verschiedenen Identitäten lässt der nette Ellis (Michiel Huisman) nicht locker. Der stellt sich allerdings als der Sohn ihrer alten Flamme William (Harrison Ford) heraus, den Adaline seinerzeit, als dieser sie heiraten wollte, versetzte.

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Außer ihrem Hund…

Das ist alles gefällig inszeniert und in typischer Hollywoodmanier für ganz Blöde per Off-Erzählung über das, was ohnehin bereits bildlich klar ist, auch noch verbal explizit gemacht. Apropos Hollywood: Natürlich spielt sich alles in der Welt schöner Menschen im Wohlstand, der ihnen ein Leben ohne Arbeit ermöglicht, statt.

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…lässt Adaline nur noch ihre Tochter an sich heran

Und für solch Begünstigte gilt selbstverständlich auch anderweitig die schützende Hand. Während für normales Kroppzeug die Uhr unaufhaltsam weiter tickt und (in der Realität) so viele Menschen große Teile ihres Lebens aus verschiedensten Gründen rein vegetativ an sich vorbeiziehen lassen (und eine eventuelle „zweite Chance“ die Zeit dann auch nicht zurückdreht), wird Adaline ihre gestreckte Auszeit göttlich gewährt, bis sie wieder den Mut aufbringt, sich aus ihrer schützenden Gleichgültigkeit herauszubegeben. Fragwürdige Moral, unreflektiert präsentiert.

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