Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts


Originaltitel:
Mystery of the Wax Museum
Jahr:
1933
Eingetragen:
05.08.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,9/10

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Während Igor noch nach neuen Modellen sucht...
Ivan Igor (Lionel Atwill) ist Künstler durch und durch. Seine Wachsfiguren sind erstaunlich lebensecht. Doch er weigert sich, des Kommerzes wegen „spektakuläre“ Szenerien zu schaffen. Sein Geschäftspartner möchte deshalb auf andere Art und Weise Geld in die Kasse bekommen: Er legt im Wachsfigurenkabinett Feuer, um die Versicherungssumme einzustreichen. Igor, der versucht, die Katastrophe zu verhindern, wird erst für tot gehalten, hat jedoch überlebt. Allerdings sitzt er nun im Rollstuhl und zwar kann er seine Hände noch bewegen, aber zu künstlerischen Zwecken sind sie nicht mehr zu gebrauchen.

Mit Hilfe seiner „Schüler“ eröffnet er trotzdem ein neues Wachsfigurenkabinett. Hier sind nun hauptsächlich publikumswirksame Horrorszenen ausgestellt. Sein früheres Meisterwerk, Marie-Antoinette, fehlt Igor aber weiterhin. In der Verlobten eines seiner Mitarbeiter (Fay Wray) glaubt er, genau dieses Gesicht, von dem er so besessen ist, wiederzuerkennen...

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...geht in der Stadt ein monströser Mörder um.
Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts ist ein sehr atmosphärischer Horrorfilm, der auch mit ein paar gelungenen Schockmomenten aufwarten kann (so sehr das Ende vielleicht vorhersehbar ist, so ist doch der Moment der „Enthüllung“ tatsächlich erschreckend). Das Wachsfigurenthema ist natürlich mittlerweile schon zum Cliché verkommen, doch das kann man diesem Film sicherlich noch nicht vorwerfen. Dass manche der „Figuren“ dabei einfach von mehr oder weniger stillstehenden Schauspielern „gespielt“ werden, verzeiht man da gern schonmal.

Problematisch allerdings, dass fast der gesamte Mittelteil daraus besteht, das eine nervig-überdrehte Reporterin (Glenda Farrell) nach einer großen Story für ihren beruflichen Durchbruch (den sie dann in der bescheuerten Schlussszene einfach wieder wegwirft) sucht. Diese Rolle ist immerhin historisch interessant: Einerseits eine sehr typische Rolle für die 30er-Jahre („comic relief“), andererseits allerdings eine damals sehr ungewöhnliche Rolle für eine Frau. Weniger nervig macht sie das allerdings nicht.

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