WALL-E


Originaltitel:
WALL-E
Jahr:
2008
Eingetragen:
28.03.2016
IMDB-Wertung:
8,4/10

WALL-E (Timmo Niesner), ein Sortierroboter, verrichtet Tag für Tag seinen Dienst auf einer gigantischen Mülldeponie. Sämtliche andere Roboter haben lange den Geist aufgegeben und die Menschheit ist ohnehin aufgrund der überbordenden Verschmutzung längst ausgestorben. Doch dann wird sein einsames Dasein von der Ankunft der mysteriösen EVE (Luise Helm) kräftig durcheinandergewürfelt. Sie ist, so stellt sich heraus, auf Erkundungsmission für die Menschen, die sich vor mehreren Generationen rechtzeitig per Raumschiff gerettet haben, um zu prüfen, ob ihr Heimatplanet mittlerweile wieder bewohnbar ist. Doch diese Menschen, so muss WALL-E bei seinem Trip zu einem solchen Raumschiff (auf EVEs Fersen) feststellen, haben es sich mittels ihrer Technologie allzu bequem gemacht.

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Was Disneys Computer hier eingangs auf den Bildschirm gezaubert haben, ist schon erste Sahne: Kindchenschema-Protagonist bei seiner Sisyphosarbeit, die er trotz aller Sinnlosigkeit treuherzig weiter erfüllt, so gut es ihm angesichts schwindender Kräfte und Ersatzteile für sich selbst gelingen mag. Diese Szenen sind in geradezu lyrisch angehauchten Bildern getaucht, die man gerne immer weiter bewundern würde. Die Ankunft des leicht reizbaren „weiblichen“ Robotergegenstücks EVE kann dann schon nicht mehr ganz mithalten, ist aber immerhin emotional noch stimmig, da man WALL-E und seinen Sehnsüchten nach Gesellschaft mitfühlt.

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Mit der Reise auf dem Raumschiff der plappernden Menschen verfällt man dann allerdings allzu gewöhnlichen Action-Schemata: Verfolgungsjagden durch Lüftungsschächte, allzu platte „konsumkritische“ Scherze funktionslose Anspielungen auf 2001: Odyssee im Weltraum und ein übles Kitschende lassen die Vermutung aufkommen, dass die wirklich zündenden Ideen, die hervorragende Ausgangssituation zu einem abendfüllenden Film auszubauen, gefehlt haben. Aber trotz Allem: Schon allein für das erste Drittel, das auch endlich mal wieder den Mut hat, fast rein durch Bilder (also ohne störende Dialoge) zu erzählen, Daumen weit hoch!

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