Das Kabinett des Professor Bondi


Originaltitel:
House of Wax
Jahr:
1953
Eingetragen:
05.08.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
7,1/10

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In einer Nebenrolle: Charles Bronson
Das Kabinett des Professor Bondi ist ein 3D-Remake des Klassikers Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts: Bildhauer Henry Jarrod (Vincent Price) eröffnet, nachdem er in einem Feuer selbst im Rollstuhl sitzt und auf die Arbeit seiner Assistenten angewiesen ist, ein Wachsfigurenkabinett. Die Besucher sind von der lebensechten Darstellung grusliger Todesszenen fasziniert. Im Leichenschauhaus sind derweil einige Leichen verschwunden...

In den 50er Jahren reagierten die Kinobetreiber auf den Erfolg des Fernsehens mit der ersten 3D-Filmwelle. Mit albernen Brillen ausgerüstet saß man in Kinosälen – immerhin im Dunkeln. Natürlich mussten auch entsprechend effektvolle Filme her.

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Kein großes Geheimnis, wer das ist
Professor Bondi bietet in dieser Hinsicht so Einiges. Die Kampfszene am Anfang wirkt dreidimensional tatsächlich hervorragend. Später wird's dann allerdings ziemlich deutlicher Selbstzweck, wenn beispielsweise eine Gruppe Tänzerinnen ihre „gewagte“ Show abziehen müssen oder ein „Animateur“ mit einem an einem Tischtennisschläger festgebundenen Gummiball sogar direkt die Zuschauer anspricht.

Von solchen Spielereien abgesehen weiß der Film aber auch in „normaler“ Bildform zu gefallen. Schwachstelle des Originals war der Mittelteil. Die dort aktive Frauenfigur ist in dieser Version einfach komplett weggefallen. Also keine misslungene Komik mehr. Gleichzeitig aber eben auch keine weibliche Protagonistin mehr; für Frauen bleiben mal wieder nur die üblichen Opferrollen. Stattdessen bekommt man mehr von dem mysteriösen Mörder zu sehen, der ein Opfer nach dem anderen ins Jenseits befördert. Spannungstechnisch insofern sogar eine Verbesserung, obwohl immer noch nur Anfang und Ende richtig gut sind.

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