Gott vergibt… Django nie!


Originaltitel:
Dio perdona… Io no!
Jahr:
1967
Eingetragen:
24.08.2016
IMDB-Wertung:
6,4/10

Großes Hallo in einem abgelegenen Westernstädtchen: Ein Zug fährt ein! Doch die Blaskapelle bleibt mit offenem Mund stehen: Alle Menschen an Bord sind tot! Ziel der Banditen war wohl, bei ihrem Raub der 300000$ Lohngelder keine Zeugen zu hinterlassen. Versicherungsagent Dan (Bud Spencer) hat auch schon eine Idee, wer dahinterstecken könnte. Allerdings gilt Fiesling Bill San Antonio (Frank Wolff) als in einem Duell um ein verlorenes Pokerspiel umgekommen – erschossen von Revolverheld Django (Terence Hill). Als der jedoch hört, Bill San Antonio könnte noch am Leben sein und es gebe bei ihm diese Menge Gold zu holen, erinnert er sich, mit diesem auch noch eine Rechnung offen zu haben…

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Die klassische Django-Pose

Was die allerdings genau ist, wird nicht weiter erklärt. Stattdessen erleben wir einen harten Italowestern mit Prügeleien, Schießereien und Folterszenen, der sich zumindest in Deutschland an die Django-Erfolge mit Franco Nero anzuhängen versucht. Mit Handlung ist also nicht so viel, aber dafür Einiges mit Charakteren. Oder Holzschnitten solcher: Dan, Django und San Antonio stellen Archetypen des Genres dar und sind allesamt passend nach Typ besetzt.

Frank Wolff ist in der Rolle des Bösewichts natürlich ohnehin zu Hause. Terence Hill kannte man vornehmlich aus Nebenrollen des deutschen Kinos und Bud Spencer war ein beinahe völlig unbeschriebenes Blatt. Doch die Interaktion zwischen dem knurrigen Bären und dem obercoolen Draufgänger funktioniert völlig organisch. Es ergibt sich relativ organisch, dass die beiden widerwillig zusammenzuarbeiten gezwungen sind und sich zusammenraufen müssen. Sie verfolgen also ein gemeinsames Ziel, aber können sich doch niemals ganz vertrauen, da sie trotz Allem auch Konkurrenten um das Geld sind.

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Folter!

Selbst in der Urversion, bevor der Film Anfang der 80er neu im Comedystil synchronisiert und geschnitten wurde, muss man auf den einen oder anderen launigen Spruch nicht verzichten. Jedoch schlagen diese meist in eine zynische Kerbe, bei der einem das Lachen auch schonmal im Halse stecken bleiben kann.

Ob der Film für sich, ohne die komödiantischen Erfolge des Duos in den folgenden beiden Jahrzehnten, die Zeit überdauert hätte, sei mal dahingestellt. Schön ist immerhin, dass trotz jener seinerzeit noch kommenden Historie auch diese Version überhaupt noch zu bekommen ist.

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