And Soon the Darkness


Originaltitel:
And Soon the Darkness
Alternativtitel:
Mörderische Ferien
Jahr:
2010
Eingetragen:
23.01.2017
IMDB-Wertung:
5,2/10

Zwei junge US-Amerikanerinnen (Amber Heard und Odette Annable) machen eine Fahrradtour durch Argentinien. Sie zerstreiten sich. Stephanie sucht ihre verschwundene Freundin, der selbst leicht suspekte Michael (Karl Urban) bietet seine Hilfe an. Ein gefundenes Telefon und Blut auf dem Boden lassen Schlimmes vermuten, doch die Polizei nimmt die Vermisstenmeldung nur eingeschränkt ernst.

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„Schau mal, Eingeborene!“

Mal wieder so ein Remake, das unnötig wie ein Kropf ist. Es ist ja nicht so, dass irgendjemand auf diese auch im Original schon beschränkt komplexe Geschichte nochmal gewartet hätte. Wenn da nicht die völlig unintentionale Erzählebene wäre, die es dann akademisch gesehen doch noch ganz interessant macht.

Denn letztlich wird And Soon the Darkness durch seine eigene platte Beschränktheit zu einer unbeabsichtigt treffenden Allegorie auf die US-amerikanische Naivität/Arroganz (wie auch immer man es werten möchte), sich überall wie ein Elefant im Porzellanladen zu verhalten, bloß nicht auf kulturelle Unterschiede zu achten usw.

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Wenn man jetzt bloß Spanisch könnte, dann könnte man eventuell eins und eins zusammenzählen…

Die beiden nicht einmal ansatzweise des Spanischen mächtigen Mädchen, die der festen Überzeugung sind, man könne sich überall so verhalten wie zu Hause; die immer rein dem Spaßprinzip folgen und niemals an Konsequenzen denken, zeigen eine Weltanschauung, die wahrscheinlich allen Beteiligten der Produktion innewohnt. Was nicht bedeutet, dass sie irgendetwas von dem, was ihnen im Laufe der überschaubaren Handlung Schlimmes widerfährt, verdient hätten; das ist eine andere Bewertungsebene. Doch unter den ziemlich expliziten Ängsten vor dem Fremden und Unbekannten außerhalb der „Zivilisation“ schwingt damit eine ziemliche Selbstentlarvung mit, die das Original noch nicht hatte. Ein unbeabsichtigtes Outing ist manchmal das ehrlichste.

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