Macho Man – Harte Fäuste


Originaltitel:
Macho Man – Harte Fäuste
Jahr:
1985
Eingetragen:
30.07.2017
Bearbeitet:
26.11.2017
IMDB-Wertung:
4,3/10

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Ein ganz normaler Tag im Leben des Profiboxers René Weller, ähm, Dany Wagner: Erst rettet er die schicke Sandra (Bea Fiedler) vor Drogendealern, dann vereitelt er ebenso schlagkräftig einen Banküberfall. Wobei er in letzterem Fall zumindest auf die Hilfe des beinahe ebenso coolen Karatelehrers Andreas (Peter Althof) zählen konnte. Kurz aufflammende Eifersüchteleien um die Aufmerksamkeits Sandras zwischen den beiden „Macho Men“ zerstreuen sich, als die ebenso knackige Lisa (Jacqueline Elber) zu „Privatstunden“ bei Andreas eingeflogen kommt. Man beschließt, gemeinsam der Drogenbande den Garaus zu machen.

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Ein Film mit einem Boxer in der Hauptrolle, der mehr oder weniger eine fiktive Wunschversion seiner selbst spielt, und dessen Leben zu der Zeit auf ordentlich die Klatschblätter füllte… was soll man erwarten? Natürlich schwankt es permanent zwischen unfreiwillig komisch und peinlich. Was nicht einmal nur an Weller liegt; er fügt sich gut in die sonstigen Leistungen – von den Darstellern bis zur Regie – ein.

Die Wurzel allen Übels sind dabei natürlich Drehbuch und Charakterzeichnung. Wenn Sandras Freundin ermordet wird, ist dies gerade mal 30 Sekunden Schockstarre wert – danach wird gleich wieder gebaggert und geschäkert. Am gleichen Abend macht man sich in die örtliche Disko auf. Ja, klar.

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Der eigentliche Handlungskonflikt, eben jene Drogenbande, wird nach den Eingangsszenen völlig stillgelegt. Stattdessen wird die Zeit mit endlosen Trainingsszenen vergeudet (Möchtegern-Rocky). Bis man dann endlich diesen Plan fasst und in kürzester Zeit (zwei Prügeleien) durchführt.

Auch die Auswahl des Schauplatzes ist gelinde gesagt seltsam geraten. Dass die Handlung in Nürnberg spielt, wird durch mehrere Rundfahrten durch die dortige Altstadt extra betont. Nur… es soll sich immerhin um einen harten Actionfilm handeln, da sind betuhliche mittelalterliche Marktplätze vielleicht nicht im Sinne der Stimmung.

Nebenbei wird ordentlich alles gezeigt, was mit den 80ern schrecklich war. Beispielsweise Breakdance in komischen neonfarbenen Overalls, die heutzutage höchstens noch Straßenprostituierte tragen würden. Haarmatten und Schnauzbärte. Und wenn immer und immer wieder mit den Worten „Alles klar, Keule?“ abgeklatscht wird, später Getränke geteilt werden usw., dann kann man von einem unintentionalen homoerotischen Subtext schon gar nicht mehr sprechen.

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