The LEGO Batman Movie


Originaltitel:
The LEGO Batman Movie
Jahr:
2017
Eingetragen:
24.03.2018
IMDB-Wertung:
7,3/10

In einem Jahrzehnt, in dem man Superheldenfilmen praktisch gar nicht mehr aus dem Weg gehen kann, ist es schwierig, in der ganzen mittelmäßigen Selbstreferentialität überhaupt noch so etwas wie Begeisterung zu fühlen. Wenn man dann erkennt, dass ein komplett mit computeranimierten Legofiguren inszenierter Film die im gleichen Jahr zu sehende CGI-Schlacht namens Justice League im Bezug auf ernsthafte Problematiken, Humor, glaubwürdige Charakterzeichnung und auch Action locker übertrifft, muss man eigentlich an der Welt verzweifeln. Bis man dann erkennt, dass auch dieser Lego-Film Millionen und Abermillionen Produktionskosten verschlungen hat.

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Worum geht's? Batman, gefeierter Medienstar, lebt tatsächlich ein einsames Leben. In seiner Mega-Villa auf seiner Privatinsel hallt nur das Echo seiner eigenen Stimme wider. Da helfen auch Alfreds Versuche, ihn mal zum Ausgehen zu bewegen, wenig weiter. Seine Welt wird auf den Kopf gestellt, als der heiße Rotschopf Barbara Gordon die Nachfolge ihres Vaters als neue Polizeichefin Gothams antritt. Sie gibt die neue Parole aus, Batman in die organisierte Verbrechensbekämpfung durch die Polizei im Sinne eines Teams mit einzubinden. Was dem einsamen Wolf natürlich gar nicht schmeckt. Doch dann gelingt es dem Joker, Batmans Egozentrik für seine eigenen Zwecke zu nutzen und so so ziemlich sämtliche Bösewichte der Filmgeschichte aus der Phantomzone zu befreien. Auch Batman muss erkennen, dass er nicht mehr ganz alleine geht.

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Klar, einfache Moral und thematisch auch in der Bat-Historie schon recht gut durchgekaut: die vordergründige Arroganz des Verbrecherjägers, die eigentlich nur seine innere Verwundbarkeit, seine Verlustangst bemänteln soll. Aber es ist immerhin ein recht zeitloses Thema. Dazu gesellen sich teilweise ganz gelungene Scherze und Anspielungen, die teilweise für jüngere Zuschauer verständlich sind und sich teilweise aber auch direkt an die Elterngeneration wenden. Schwach kommt leider der Joker rüber, der in der Handlung eine zentrale Rolle spielt, aber stimmlich schwach besetzt wurde. Ebenso könnte man behaupten, die Animationen seien stellenweise zu glatt, lassen die Lego-Stilisierung eher in den Hintergrund treten. Und dann macht die Handlung noch einen Schlenker zu viel.

Und doch geht man trotz etwas zu langer Laufzeit ganz gut unterhalten aus dem Kinosaal. Ohne dabei die exakt gleiche Handlung mit den exakt gleichen Figuren in den exakt gleichen „heroischen“ Posen wie in den letzten zwanzig Filmen gesehen zu haben. Immerhin!

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