Nightmare 3 – Freddy Krueger lebt


Originaltitel:
A Nightmare on Elm Street 3 – Dream Warriors
Alternativtitel:
Nightmare on Elm Street 3 – Freddy lebt!
Jahr:
1987
Eingetragen:
27.04.2018
Bearbeitet:
26.05.2018
IMDB-Wertung:
6,6/10

Das, was man heutzutage mit Freddy Krueger (Robert Englund) verbindet, beginnt eigentlich erst in diesem dritten Teil: Der „Traumdämon“, der Teenager Nachts heimsucht und mit sarkastischen Sprüchen auf den Lippen auf originelle Art und Weise um die Ecke bringt. Inwiefern ist es wirklich anders als das bereits vorher Gesehene? Abgesehen von der Geschwätzigkeit der eigentlichen Hauptperson ist es die Zielrichtung der Spannungsszenen und Morde.

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Nancy (Heather Langenkamp), Überlebende des ersten Teils, kehrt als Erwachsene zurück in ihre Heimatstadt. Hier nimmt sie sich, frisch das Psychologiestudium abgeschlossen, einer Gruppe ebenfalls von Freddy Krueger Verfolgter an. Praktischerweise sind die Teenager (Patricia Arquette, Ken Sagoes, Rodney Eastman, Jennifer Rubin) bereits allesamt von ihren verständnislosen Eltern in der Nervenheilanstalt untergebracht worden. Nancy kann den behandelnden Arzt Dr. Goldman (Craig Wasson) überzeugen, Versuchen mit einer experimentellen Droge zuzustimmen, die ein gemeinsames Träumen ermöglichen soll – so dass man sich dem scheinbar übermächtigen gemeinsam stellen kann.

Ansatzweise klingen die ursprünglichen Themen der unverstandenen Heranwachsenden, die sich nur auf sich selbst verlassen können, noch an; beispielsweise in der Rolle Kristens, der der Vater fehlt. Leider wird dies jedoch bereits recht breit weggeschoben von der ausführlichen Darstellung der Todesszenen, die jeweils sehr genau auf die Träume, Wünsche und Schwächen der Protagonisten abzielen. Einer von ihnen bastelt gerne Marionetten – also zieht Freddy ihm die Sehnen aus den Armen und führt ihn marionettenhaft auf einen Glockenturm, von dem er ihn dann stößt. Ein Mädchen möchte gerne groß im Fernsehen herauskommen, also wird sie mit dem Kopf durch die Mattscheibe geschlagen.

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Anstatt die Teenagerpsyche also ernstzunehmen, wie es in den beiden vorigen Filmen versucht wurde, wird sie hier also ansatzweise verhöhnt. Das zugunsten von Fantasyaspekten, die erstmal ins Nichts laufen: Da wird darüber schwadroniert, dass man die Traumwelt gemeinsam kontrollieren könne und tatsächlich gelingt es einigen Protagonisten, dort superheldenähnliche Kräfte zu entwickeln – aber eine Rolle spielt das selbst in der finalen Konfrontation nicht.

Sicher gelang es Nightmare 3, die Reihe durch eine neue Richtung neu zu beleben. Doch diese Richtung ist streng genommen ziemlich uninteressant, da von wenig Belang. Und selbst wenn man fantasyaffin ist, dann bleibt doch die Frage, warum man dachte, ein 90-minütiger Prolog, der niemals wirklich zur Sache kommt, sei genug, um als eigenständiger Film durchzugehen.

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