Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma


Originaltitel:
A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child
Jahr:
1989
Eingetragen:
31.05.2018
IMDB-Wertung:
5,1/10

Mit Nightmare 4 hatte man, den Besucherzahlen nach, eigentlich ein Erfolgsrezept gefunden. Nightmare 5 kam danach so schnell in die Kinos, dass man eigentlich nur „mehr vom Gleichen“ erwarten konnte. Desto überraschender, dass es trotzdem recht weitgehend eigene Wege einschlägt. Sogar obwohl die Protagonistin des Vorgängerfilms wieder dabei ist.

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Fehlt nur noch A-ha

Jene Alice (Lisa Wilcox) hat sich als einzige Überlebende nun Sportskanone Dan (Danny Hassel) gekrallt. Gemeinsam mit den Freunden Yvonne (Kelly Jo Minter), Greta (Erika Anderson) und Mark (Joe Seely) feiern die beiden den Highschoolabschluss und hegen auch bereits Urlaubspläne. Doch es kommt alles anders, denn Alice ist schwanger – und die Träume des ungeborenen Babys erlauben Traumdämon Freddy Krueger (Robert Englund) die Rückkehr in die Gedankenwelt der Teenys und eventuell sogar den Übertritt in die echte Welt.

Die bemüht spektakulären Todesszenen gibt es zwar immer noch, doch es macht sich eine klare Ermüdung und vor Allem Einfallslosigkeit breit. Nach dem noch ganz sehenswerten Tod Dans, der auf Giger'sche Art und Weise mit seinem Motorrad verschmilzt, bekommt man beinahe ausschließlich Recycletes vorgesetzt: der Turm, der Rollstuhl… erst das Schlussduell in einem eschereskem Labyrinth ist dann überhaupt wieder sehenswert.

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Stattdessen wird der neue Handlungsstrang um „Jacob“, Alices Sohn, ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Wozu aus irgendeinem Grund auch noch wieder die Sache mit Amanda Krügers Vergewaltigung durch „100 Wahnsinnige“ aufgewärmt wird, die bereits in der Form der kurzen Randerwähnung in Teil 3 einen Fremdschämmoment darstellte. Freddy, der sich per Baby zu Personifizieren versucht, mehr „Entstehungsgeschichte“ – all das sind Plotlinien, nach denen ganz bestimmt absolut niemand gebeten hat. Kurz könnte man dann noch denken, das zarte Pflänzchen eines Themas könne sich aus den Figuren der dominanten Eltern ergeben, die allesamt über die Leben ihrer Kinder bestimmen wollen, und entsprechend deren Karrieren bereits ohne Konsultation der Betroffenen durchgeplant haben. Doch auch das führt nirgendwo hin.

Das kitschig-poppige Erfolgsrezept nicht genauso weiterzuführen, sollte vielleicht Ambition zeigen. Doch ohne den Pop, der durch nichts ersetzt wird, bleibt leider nur noch Leere.

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