Dead Zone – Das Attentat


Originaltitel:
The Dead Zone
Alternativtitel:
Dead Zone – Der Attentäter
Jahr:
1983
Eingetragen:
27.07.2018
Bearbeitet:
30.07.2018
IMDB-Wertung:
7,2/10

Nach einem schweren Verkehrsunfall liegt das Leben des Lehrers Johnny Smith (Christopher Walken) in Trümmern. Er erwacht zwar wie durch ein Wunder nach mehreren Monaten wieder aus dem Koma. Doch Arbeit, Verlobte (Brooke Adams) und sogar zeitweise die Fähigkeit zu gehen sind abhanden gekommen. Auch seine Mutter (Jackie Burroughs) kommt kurz darauf ums Leben. Noch mehr belastet ihn jedoch eine neu hinzugewonnene Fähigkeit: Bei Berührung kann Johnny die Zukunft ihm fremder Personen sehen.

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Was hätte sein können, bekommt Johnny nur einen Tag lang

Was sich eher als Fluch denn Segen herausstellt. Denn auch, wenn er dadurch mehrere Personen vor Unfällen retten kann, stapeln sich schnell die Bittbriefe in seinem Haus. Was er jeweils sieht, belastet seine Psyche sehr. Und nicht zuletzt geht sein Arzt (Herbert Lom) von einem Zusammenhang zwischen seinem fortschreitenden körperlichen Verfall und dem Einsatz seiner besonderen mentalen Kräfte aus. Als Johnny das bevorstehende Ende der Welt in Form eines Atomkriegs herannahen sieht, rafft er sich zu einem letzten verzweifelten Akt auf.

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Hört sich jetzt vielleicht zusammenhängender an, als es ist. Tatsächlich ist Dead Zone tendenziell unangenehm episodisch aufgebaut: Johnny, jeweils in einer jeweils neuen Lebenssituation, möchte eigentlich möglichst viel Normalität in seinem Leben und verkriecht sich in seinem Schneckenhaus, hat dann aber eine Vision, die ihn nicht mehr stillsitzen lässt und handelt – jeweils auf Kosten eben jener Lebenssituation. Mehrfach und mit steigender Intensität, aber jeweils qualitativ äquivalent. Schade dabei auch, dass jene titelgebende letzte Episode mal wieder auf dem US-Cliché des Geschichtsbildes „großer Männer, großer Taten“, die den Lauf der Welt prägen, fußt. D.h. einen Präsidenten (oder Kandidaten) aus dem Rennen zu beseitigen ändert die Weltgeschichte signifikant. Die sich aufdrängende parallele Moralfrage, ob es richtig sei, Adolf Hitler vor seinem Aufstieg zu ermorden, wenn man die Chance hätte, wird für die ganz dummen Zuschauer sogar explizit gestellt.

Zusammengehalten werden die ins ich kurzen Spannungsbögen durch hervorragende darstellerische Leistungen Walkens und Loms und der Rest der unterstützenden Besetzung macht seine Sache auch solide bis gut. Ohne die beiden verdienten Charakterköpfe wäre diese frühe Stephen King-Verfilmung schnell in der Mittelmäßigkeit verschwunden.

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