Billy the Kid vs. Dracula


Originaltitel:
Billy the Kid vs. Dracula
Jahr:
1966
Eingetragen:
19.08.2018
IMDB-Wertung:
3,6/10


Seit den Universal-Tagen gilt in den USA irgendwie, dass Dracula und Frankenstein immer im Doppelpack auftreten müssen. Wenn es den einen in den wilden Westen verschlägt, dann muss der andere folgen. In diesem Sinne ist Graf Dracula (oder ein anderer Vampir, da im Film niemals namentlich genannt), dargestellt von John Carradine, einfach mal in einer Postkutsche unterwegs, in der er von einer geschwätzigen Frau mittleren Alters höchst interessante Informationen zu deren Tochter, Erbin einer bedeutenden Ranch, erfährt. Einen von Dracula ausgelösten Indianerüberfall später ist die Dame tot und Dracula hat freie Bahn: Er gibt sich bei Betty (Melinda Casey) als ihr Onkel und damit rechtmäßiger Vormund aus, um sich so ins gemachte Nest zu setzen. Seinem Plan, die attraktive Betty zu seiner ebenfalls untoten Gefährtin zu machen und gemeinsam in der nahegelenen, verlassenen Silbermine sesshaft zu werden, stehen nur noch wenige im Weg: Erstens ein deutsches Einwandererehepaar (Virginia Christine und Walter Janovitz), das aus der alten Welt einiges Wissen über Vampire und deren Bekämpfung mitgebracht hat, sowie Billy the Kid (Chuck Courtney), der vom Banditendasein genug hat und sich ebenfalls um Betty bemüht.

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Im Vergleich zum gleichzeitig produzierten Jesse James meets Frankenstein's Daughter schneidet das Billy-Dracula-Duo gut ab, was vor Allem einfach daran liegt, dass der Konflikt der beiden auch tatsächlich im Zentrum der Erzählung steht, ihre jeweiligen Geschichten also nicht nur nebeneinander erzählt werden. Billy, eigentlich Mann der Tat, muss lange Zweifeln, ob es sich bei „Onkel James“ tatsächlich um den Urheber der schlimmen Geschehnisse handelt und was dessen wahre Absichten sind. Dracula intrigiert dagegen erstmal recht erfolgreich, zieht naive und anderweitig ihren eigenen Vorteil suchende auf seine Seite.

Wobei selbstverständlich solch qualitative Aussagen rein relativ zu verstehen sind. Alles in Allem halten sich die dramaturgischen wie schauspielerischen und auch inszenatorischen Qualitäten in engen Grenzen. Liebhaber des Absurden werden dem Treiben jedoch trotzdem etwas abgewinnen können, da die Inszenierung immerhin recht straff ist und mindestens Carradines Salvador Dali-Impression ist wirklich sehenswert!

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