Das Osterman Weekend


Originaltitel:
The Osterman Weekend
Jahr:
1983
Eingetragen:
27.10.2018
IMDB-Wertung:
5,9/10

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Wer oder was ist Omega?
Ein seltsames Machwerk, dass uns Regielegende Sam Peckinpah als seinen letzten Film hinterlässt. Ein Film, der vorgibt, im Spionagegenre angesiedelt zu sein. Jedoch entgegen der Erwartungen als Kammerspiel inszeniert ist. Und sich letztendlich als Mediensatire herausstellt. Und dann nichtmal eine gute, sondern sie ist derart ungeschickt inszeniert, dass ein Charakter die „Moral“ am Ende in einem Monolog in die Kamera spricht. Puh!

Vordergründig geht es also um den Geheimagenten Fassett (John Hurt), der den Aktivitäten eines sowjetischen Spionagerings auf die Spur gekommen ist. An die drei Hauptverdächtigen (Dennis Hopper, Craig T. Nelson und Chris Sarandon) will er mittels deren Bekannten, dem Fernsehmoderator John Tanner (Rutger Hauer) herankommen. In dessen Haus werden die drei mit ihren Partnerinnen das Wochenende verbringen. Tanner lässt sich mit der Aussicht auf ein Interview mit Fassetts Chef (Burt Lancaster) zur Mitarbeit überreden. Sein gesamtes Haus wird verwanzt, um die Bösewichte zu überführen. Doch es kommt alles anders und mehr als eine Person spielt ein doppeltes Spiel.

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Der Überwacher selbst auf dem Schirm
Könnte einigermaßen funktionieren, wenn es nicht so verdammt ungeschickt geschrieben und inszeniert wäre. Ausgerechnet! Praktisch alle expositorischen Dialoge sind derart bedeutungsschwanger, dass man die zusätzlichen Ebenen der Geschichte, die später wohl als Überraschungen gemeint waren, lange vorher gegen den Wind riecht. Lange Szenen ergeben erstmal immanent keinerlei Sinn – also werden die darin transportierten Informationen wohl später relevant werden müssen. Und das können sie letztlich nur in eine einzige Richtung; das Attribut „plump“ ist beinahe noch untertrieben.

Und trotz alledem ergibt jene offensichtliche Schlusswendung dann trotzdem keinerlei Sinn. Denn: Dieses Ziel hätte Fassett ja wohl viel einfacher auf anderem Wege erreichen können. An dem Punkt ist man dann bereits derart entnervt mit dem Film, dass der eingangs erwähnte Abschlussmonolog schon kaum mehr ins Gewicht fällt.

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