La Momia Azteca


Originaltitel:
La Momia Azteca
Jahr:
1957
Eingetragen:
26.01.2019
IMDB-Wertung:
4,5/10

Dr. Almada (Ramón Gay) will auf Teufel komm raus seine Theorie belegen, per Hypnose in Menschen Erinnerungen an frühere Leben wecken zu können. Seine Verlobte Flor (Rosita Arenas), nebenbei Tochter seines Mentors Professor Sepúlveda (Jorge Mondragón), stellt sich als Versuchskaninchen zur Verfügung. Das Experiment ist ein voller Erfolg: Flor berichtet von ihrer Existenz als Aztekin Xochi, die nach einer verbotenen Affäre hingerichtet wurde. Ihrem Liebhaber (Ángel Di Stefani) widerfuhr sogar noch Schlimmeres: Er wurde lebendig begraben und verflucht, auf ewig gewisse Reliquien zu bewachen. Almada sieht in jenen Reliquien die Gelegenheit, die Echtheit von Flors Geschichte zu beweisen. Da jene jedoch der Legende nach nebenbei auch den Weg zum Schatz der Azteken weisen, hat auch der maskierte Verbrecherboss „die Fledermaus“ Interesse.

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Die ungemeine Naivität, die in dieser Geschichte steckt, muss man erstmal verdauen. Ein ganzer Fachkongress voller Neurologen wird von einer Szene zur anderen zu Experten der Archäologie, inklusive Kenntnis ebensolcher Sprachen. Beim Zusammentreffen mit der Mumie, auf die man budgetbedingt recht lange warten muss, wird munter auf diese Schüsse abgefeuert, obwohl die eigenen Freunde sich in direkter Linie befinden. Unerklärt hat der Mittvierziger Almada nicht nur eine 20-jährige Verlobte, sondern auch noch einen 10-jährigen Bruder (Jaime González Quiñones). Seine Tochter Anita taucht nach anfänglicher Einführung für fast den gesamten restlichen Film unter (bleibt wohl alleine zu Hause?), bis dann am Ende ein Entführungsopfer gebraucht wird. Aber all das macht ja durchaus einen nicht zu verachtenden Teil des Charmes des Films aus.

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Sicher, auf die Figur des „lustigen Sidekicks“ Pinacate (Crox Alvarado), nach eigener Aussage „dienstältester Student der Fakultät“, hätte man ebenso verzichten können wie doch sehr längliche Inszenierung der Opferzeremonie Xochis, die wohl seinerzeit besonders exotisch wirken sollte. Aber das sind zeittypische Auswüchse, die verdaulich sind.

Abgesehen von der kostensparenden Ausstattung wird aber, gerade in der zweiten Filmhälfte, durchaus effektiv inszeniert. Das Mumiendesign ist recht sehenswert und man muss bedenken, dass selbst die ungleich bekannteren Hammer-Studios zur gleichen Zeit mit Die Rache der Pharaonen dem Thema auch nur einen ganz unterhaltsamen, aber letztlich vergessenswerten Film abgewinnen konnten. Insofern also sicher kein Klassiker für die Ewigkeit, aber besser als erwartet.

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