Finale in Berlin


Originaltitel:
Funeral in Berlin
Jahr:
1966
Eingetragen:
24.02.2019
IMDB-Wertung:
6,9/10

Das geteilte Berlin: Neben Istanbul meistwiederkehrender Schauplatz für Spionagegeschichten. Dankbarer könnte es kaum sein, denn hier saßen die Gegner des kalten Krieges näher beieinander als sonstwo. So verschlägt es auch den unmotivierten britischen Agenten Harry Palmer (Michael Caine) dorthin. Er soll einen Überläufer aus dem Osten holen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern mit dem sowjetischen Oberst Stock (Oskar Homolka) den KGB-Zuständigen für die Mauer höchstpersönlich!

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Nun muss also nicht nur die Flucht organisiert, sondern in dem Gewirr der handelnden Personen (darunter Paul Hubschmid, Eva Renzi, Günter Meisner, Wolfgang Völz und Herbert Fux) der Überblick behalten werden. Wer verfolgt welche Ziele, wer hat welche Loyalitäten? Neben Briten und Russen tummeln sich Altnazis, Mossad und private Profiteure in dem Geschäft und zeigen alle Interesse an dem Fall.

Genau dort liegt die große Stärke des Berliner Begräbnisses (leider hat es der hervorragende Originaltitel nicht ins Deutsche geschafft): All diese Parteien wirklich als eigenständig und mit eigenen Interessen ausgestattet zu begreifen. Sie sind nicht nur Spielbälle, Gegenparts oder Spiegelbilder des Protagonisten. Wer gut, wer böse ist, ist irgendwann ebensowenig klar, wie wer eigentlich wen übertölpelt, belügt, benutzt usw. Ein vollblütiger Spionagethriller und zwar einer der besten seines Genres!

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