Conan


Originaltitel:
Conan the Barbarian
Jahr:
2011
Eingetragen:
29.09.2019
IMDB-Wertung:
5,2/10

Mal wieder ein „Relaunch“ jenseits jeglicher Sinnfrage (neben der kommerziellen). Wobei dieser Conan ein großer Flop blieb. Und das mit einem gewissen Recht. Obwohl man behaupten könnte, die (grundlegend ähnliche, aber nicht identische) Handlung sei sogar stringenter als im Original.

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Erstens fehlt dem Film einfach ein guter Hauptdarsteller. Es mag ironisch klingen, um Schwarzenegger zu trauern, nicht unbedingt als großer Darsteller bekannt. Doch so schwach er als Gesichtsschauspieler immer gewesen sein mag, so wusste er doch zumindest immer, in welcher Pose er sich wohin zu stellen hatte, um eine gewisse körperliche Präsenz auszustrahlen. Jason Momoa fehlt selbst diese Gabe trotz beachtlichen Muskelbergen. Dieser Conan wirkt permanent so, als lümmele er sich linkisch in irgendwelchen Ecken herum, anstatt selbstbewusst-heldenhaft hervorzutreten.

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Mit seinem Gegenspieler sieht es ganz ähnlich aus. Stephen Lang gibt einen maximal gesichtslosen Bösewicht zum sofortigen Vergessen. Etwas interessanter ist da schon Rose McGowan als seine Tochter geraten – irgendwo im Dunstkreis der äquivalenten Rolle aus Flash Gordon. Geradezu schrecklich allerdings im Gegenzug die „gute“ Frauenfigur (Rachel Nichols), die primär die typischen Probleme moderner Filme zeigt: Einerseits auf Teufel komm raus auf anachronistisch „modern“ angelegt, andererseits aber doch nur eine Damsel in Distress ohne eigene Fähigkeiten. Während Sandahl Bergman bereits Anfang der 80er Jahre eine praktisch gleichberechtigte Partnerin Conans spielen durfte.

Seufz… da helfen weder Pseudokompromisslosigkeit (d.h. spritzendes Blut), noch einige schöne Kämpfe (Tentakelmonster und Sandmonster) nichts.

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