The Asphyx – Der Geist des Todes


Originaltitel:
The Asphyx
Jahr:
1972
Eingetragen:
31.10.2019
IMDB-Wertung:
6,2/10

Die technische Revolution der Fotokamera führt zu ganz neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten. Sir Hugo (Robert Stephens) will damit die entweichende Seele von Sterbenden bildlich festhalten (die tatsächlichen Belichtungszeiten früher Fotoapparate ignoriert das Drehbuch im Handstreich…). Tatsächlich finden sich auf den Aufnahmen wiederkehrende schwarze Flecken. Doch Hugos selbstentwickelte Filmkamera bringt eine zusätzliche Erkenntnis: Die Schatten bewegen sich nicht von den Toten weg, sondern auf die zu. Es kann sich also nicht um die Seele, sondern um den legendären Asphyx, den Geist des Todes, der sich im Moment des Sterbens mit dem Menschen vereint, handeln.

TheAsphyx01.jpg
Dies führt Hugo zu einer ganz neuen Theorie: Jedes Lebewesen habe einen persönlichen Asphyx. Gelinge es, diesen fernzuhalten, werde man logischerweise unsterblich. Mittels eines Meerschweinchens verifiziert er diese Theorie. Nun fehlen also nur noch menschliche Anwendungen, wobei sogleich die ganze Familie eingespannt wird…

Was natürlich alles übel schiefgehen muss. Motivisch ist das klassisch und stimmig. Besetzung, Kulissen, Kostüme und Inszenierung befinden sich auf gutem Niveau. Jedoch krankt das Drehbuch an zwei Punkten. Erstens bleibt völlig unklar, woher Hugo immer wieder das Wissen, das er plötzlich adhoc zu Gute der Zuschauerschaft von sich gibt, eigentlich hat. Während das eventuell noch als Abkürzung aus dramaturgischen Gründen durchgehen könnte, wird es beim zweiten Punkt absolut absurd. Die Methoden, wie Hugo sich und seine Liebsten künstlich in Lebensgefahr bringen möchte, um den jeweiligen Asphyx anzulocken, grenzen an völlig Idiotie! Wer kann denn bitte denken, eine mit einem elektrischen Unterbrecher ausgestattete Guillotine sei eine sichere Sache? Da wird's dann doch arg konstruiert.

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