Die Pagode zum fünften Schrecken


Originaltitel:
Five Golden Dragons
Jahr:
1967
Eingetragen:
28.03.2020
IMDB-Wertung:
5/10

Playboy Bob Mitchell (Robert Cummings) wird in Hongkong in die Ermittlung bezüglich des Mordes an dem Anwalt Porter hineingezogen. Die Geheimorganisation der „Fünf goldenden Drachen“ steckt dahinter. Doch wer ist das überhaupt, was war der Grund für den Mord und was wollen die Drachen noch?

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Die übliche dünne Handlung in einem üblichen Exotikkrimi: szenische Bilder der Stadt, Auftritte von Barsängerinnen usw. versüßen einem die Spielzeit. Und für den Fall, dass einem die ostasiatischen Panoramen nicht reichen sollten, verschönern Margaret Lee und Maria Rohm die Optik noch weiter. Zwecks Aufdruck ihrer Namen auf dem Plakat wurden darüber hinaus Klaus Kinski (noch einigermaßen präsent) sowie Brian Donlevy, Dan Duryea, Christopher Lee und George Raft in Minirollen (jeweils zwei Szenen) angeheuert.

Soweit also alles genrekonform, und doch gibt es ein paar – positiv wie negativ – hervorstechende Besonderheiten.

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Die bittere Pille ist leider schwer zu übersehen. Cummings agiert in dem ansonsten bierernst inszenierten Film wie ein überdrehter Zirkusclown. Geradezu, als hätte ihm jemand ein anderes Drehbuch gegeben. Andererseits kann das tatsächliche Drehbuch gleich zwei Beobachtungen für sich verbuchen. Erstens ist Polizeichef Sanders (Rupert Davies), quasi ruhiger Gegenpol zu Cummings, gar nicht mal so unfähig. Zweitens sind die „Drachen“, so wenig man von ihnen sieht, schon der verdiente Höhepunkt des Films. Wie diese Organisation von Gangstern, die sich gegenseitig nicht trauen und die sich auch noch nie gesehen haben, jemals funktioniert haben soll, sei mal dahingestellt. Doch allein durch die Präsenz der Darsteller wirkt diese völlig abgedrehte Idee mit überaus hohem Kitschfaktor trotzdem überzeugend. Sehenswert.

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