The Boy Next Door


Originaltitel:
The Boy Next Door
Jahr:
2015
Eingetragen:
25.04.2020
IMDB-Wertung:
4,7/10

Irgendwie komisch, wie manche Stoffe in der Filmwelt einfach immer und immer wieder auftauchen, ohne jemals wirklich gut gewesen zu sein. In diese Gruppe fällt die Liebesaffäre, die sich als Psychopath(-in) entpuppt. Was ja schon an der grundlegenden Verlogenheit des Genres liegt, einerseits mit dem Reiz des scheinbar verbotenen zu spielen, andererseits solcherlei „abweichende Verhaltensweisen“ aufs reaktionärste zu bestrafen. Ob nun die verhängnisvolle Affäre oder einer der zahllosen Nachahmer, zu denen sich auch The Boy Next Door gesellt.

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Buhuuu, ich bin so hässlich!

Die geringe Variation der Standardhandlung soll wohl in der leichten Abwandlung der Figurenkonstellation liegen. Frisch geschiedene Lehrerin (Jennifer Lopez) lacht sich den Teenagersohn (Ryan Guzman) des Nachbarn an. Der ist anders als ihr eigener Memmensohn (Ian Nelson) total obercool und clichéhaft „männlich“. Nach langem Widerstand aufgrund der gesellschaftlich nicht anerkennenswürdigen Situation gibt sie einmalig seinen Annäherungsversuchen nach und wird ihn nicht mehr los – aber ihre neuerliche Zurückweisung nimmt er nicht gut auf.

Was dann zu den üblichen öden Konflikten mit manipulierten Autobremsen, Erpresserfotos usw. führt. Unterhaltsamer im unfreiwillig komischen Sinne sind da schon die vorhergehenden Szenen, in denen Lopez (besetzt als „durchschnittliche Highschoollehrerin – typische Hollywoodverzerrung der Realität) ernsthaft versucht, Selbstzweifel bezüglich ihrer Attraktivität zu spielen sowie die Weichzeichner-„Erotik“ beim Spannen über die Straße oder eben die eine zentrale Sexszene. Wobei unfreiwillige Komik und Fremdscham nah beieinander liegen.

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