Incubus – Mörderische Träume


Originaltitel:
Incubus
Jahr:
1982
Eingetragen:
30.06.2020
IMDB-Wertung:
5,5/10

Dr. Sam Cordell (John Cassavetes) ist noch recht neun in der Kleinstadt. Da wird er auch schon als Sachverständiger in eine Vergewaltigungs- und Mordserie verwickelt. Die Opfer: vorzugsweise gerade erwachsen gewordene Mädchen, die vor ihrer Meuchelung jeweils von der Kamera weitgehend nackt eingefangen werden. Damit ebenfalls in Gefahr: Sams 18-jährige Tochter (Erin Noble). Insbesondere, da sich ihr Freund Tim (Duncan McIntosh) doch reichlich merkwürdig verhält.

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Doch auch wenn diese etwas zynische Zusammenfassung einen reinen Exploitationer mit Okkult-Motivik (Tims Großmutter, Helen Hughes, steht unter heftigem Hexenverdacht) erwarten lassen sollten, steckt mehr darin. Denn mitten in dem chaotischen Plot und den kruden Handlungsmotiven wird zentral von dem gestörten Vater-Tochter-Verhältnis erzählt; wie Sam sich nach dem von ihm verschuldeten Tod derer Mutter von seiner Tochter entfremdete, sich eine neue blutjunge Partnerin anlachte.

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Bemerkenswert auch, wie der Film mit den Erwartungen bezüglich „guter“ und „böser“ Charaktere immer wieder bricht. Die eine oder andere Überraschung mag aus dem Hut gezaubert wirken und der eher mäßigen Leistung bei Montage und Schnitt geschuldet sein. Doch anderswo kann man dann doch nicht mehr sicher sein, ob es nicht sogar so geplant war. Ob die Zuschauer nicht mit voller Absicht in die Irre geführt wurden, um ihnen später den bequemen Boden der Sicherheit unter den Füßen wegzureißen.

Ganz sicher ist Incubus nur etwas für eingefleischte und aufgeschlossene Genre-Fans. Doch diese könnten wohlwollend überrascht werden.

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