Flash Gordon


Originaltitel:
Flash Gordon
Jahr:
1980
Eingetragen:
25.08.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,4/10

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Der hochrealistische Weltraum
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Ming mit seinen Vertrauten
Die Erde wird aus dem Weltraum angegriffen! Das hat Professor Hans Zarkoff (Topol) bereits seit Jahren vorhergesagt und wurde dafür von seinen NASA-Kollegen nur ausgelacht. Zum Glück hat er eine kleine Rakete in seinem Gewächshaus bereitstehen. Per vorgehaltener Waffe zwingt er Footballstar Flash Gordon (Sam J. Jones) und Dale Arden (Melody Anderson), deren Flugzeug gerade in der Nähe abgestürzt ist, mitzufliegen.

Sie landen auf dem Planeten Mongo, der von dem bösen Diktator Ming (Max von Sydow) beherrscht wird. Dieser besitzt die absolute Macht einerseits durch seinen Militärapparat, angeführt durch einen gewissen Klytus (Peter Wyngarde), und andererseits durch das antike Prinzip von „teile und herrsche“: Die Völker des Planeten sind sich untereinander nicht grün. Insbesondere die jeweiligen Herrscher der Waldmenschen (Timothy Dalton) und der Vogelmenschen (Brian Blessed) können sich überhaupt nicht leiden. Und dann rennt da noch die intrigante Tochter Mings (Ornella Muti) zwischen allen Fraktionen herum...

Es ist schwierig, überhaupt etwas Negatives an Flash Gordon zu finden, denn es stimmt einfach alles. Die Handlung ist angemessen naiv, Kostüme und Ausstattung über alle Maßen bunt (viele Charakterdesigns sind direkt aus den ernstgemeinten Flash Gordon – Serials aus den 30ern übernommen) und die Darsteller haben offensichtlich ihren Spaß. Neben Peter Wyngarde ist hier natürlich primär Max von Sydow zu nennen, der die besten Zeilen in den Mund gelegt bekommt:

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Zarkoffs Gehirn wird gelöscht
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Flash und die Vogelmenschen gehen zum Gegenangriff über
„Warum greift ihr uns an?“
„Warum nicht?“
(Stille)

„Sieh nur, Wasser läuft aus ihren Augen!“
„Das nennen sie Tränen. Es ist ein Zeichen ihrer Schwäche.“

...oder natürlich auch seine unvergesslichen Schwüre in der Hochzeitsszene. Die Rolle des Ming ist perfekt angelegt: Er braucht keinen tieferen psychologischen Hintergrund, er ist einfach böse (was ja auch klar ist, denn schließlich ist er deutlich als Asiat erkennbar) und braucht sich dafür nicht zu entschuldigen. Mit dem Bewusstsein gespielt, wie albern die gesamte Geschichte natürlich ist, aber dabei immanent immer ernst dargestellt. Science Fiction ohne aufgesetzten Pseudoanspruch – so macht das Spaß!

Generell ist der Film wie gesagt sehr nah an den 45 Jahre älteren Vorlagen. Einziger größerer Unterschied: Es geht ein bisschen deutlicher ins Science-Fiction-Genre. Also nicht nur nominell, sondern auch von dem, was man tatsächlich zu sehen bekommt. Was ja aber ebenfalls durchaus angebracht ist. Im Gegenzug gibt es etwas weniger Kämpfe mit billigen Monstern. Dazu kommt die hervorragend eingebundene Musik von Queen. Wirklich Schade, dass es trotz das-Böse-hat-überlebt-Ende keine Fortsetzung gab!

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