Jedes Kartenhaus zerbricht

Poster
Originaltitel:
House of Cards
Jahr:
1968
Eingetragen:
28.09.2021
TMDB-Wertung:
4,4/10


Hannes schreibt:

George Peppard, erfolgloser amerikanischer Boxer in Paris, gerät durch Zufall an ein Komplott ewiggestriger, die die französische Regierung zu stürzen gedenken. Im Zentrum dieses Komplotts steht die stinkreiche Familie de Villemont, deren nominelle Hausherrin, die verwitwete Anne (Inger Stevens) unser Held zu retten gedenkt.

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Gemütliches Schlafzimmer

Der Film verliert sich in reinstem Chaos. Irgendwie hatte man Orson Welles für zwei Drehtage, also baute man irgendeine Figur ein, die wohl irgendwie die Fäden ziehen soll, aber nicht einmal vorgestellt wird. Wirr soll Peppards Figur erst ermordet werden, dann befindet er sich selbst als Mordverdächtiger auf der Flucht. Man kann nicht mehr wirklich folgen.

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Dabei ist das zentrale Thema des Porträts dieser zerrütteten Familie, die zwar wirtschaftlich bestens gestellt ist, deren Mitglieder jedoch allesamt innerlich kaputt bis tot sind, die nur noch von den Erinnerungen an bessere, lange vergangene Zeiten zehren und verzweifelte Wege suchen, die Zeit zurückzudrehen (und dabei eventuell sogar von anderen Kräften missbraucht werden?), sogar ganz brauchbar. Der Mikrokosmos, in den der Protagonist hier stellvertretend für die Zuschauer eindringt, hält initial bei der Stange. Doch dann fällt auch das irgendwo runter und führt zu keinem weiter verwertbaren Faden mehr. Schade.

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