Barbarella


Originaltitel:
Barbarella - Queen of the Galaxy
Jahr:
1968
Eingetragen:
25.08.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
5,9/10

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Pygar muss sich auf seinen Tastsinn verlassen
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Luftschlacht um Sogo
In der fernen Zukunft ist die Erde endgültig friedlich geworden. Armeen oder sogar Polizei gibt es nicht mehr, da unnötig. Doch, so muss der Erdenpräsident (Claude Dauphin) feststellen, gibt es trotz unendlichem Luxus immer mal wieder Verrückte. So hat der junge Wissenschaftler Durand Durand (Milo O'Shea) tatsächlich eine Waffe gebaut (unerhört!) und ist damit verschwunden. Die Spezialagentin (oder sowas in der Art) Barbarella (Jane Fonda) soll ihn aufspüren und zurückbringen – im Sinne der galaktischen Harmonie und Liebe.

Der Weg führt Barbarella durch diverse bizarre Ortschaften, aber schlussendlich in die Stadt Sogo, eine von einer lebendigen Flüssigkeit umgebenen Stadt, die von einer bösen Königin (Anita Pallenberg) beherrscht wird. Unterstützung erhält Barbarella vom Anführer der Rebellen (David Hemmings), der auf den klangvollen Namen „Dildano“ hört, und dem blinden Engel Pygar (John Phillip Law), dem sie allerdings erstmal wieder den Mut zum Fliegen beibringen muss.

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Eine besonders grausame Foltermethode
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Der Traummonitor!
Puuuuuuh... sehr bizarr. Eine riesige Lavalampe als Monster, überall Schalensitze, in Flaschen abgefüllte Männer werden als Rauschmittel geraucht... 60er Jahre pur. Oder ist Barbarella einfach nur ein sehr aufwändig produzierter und besonders hochkarätig besetzter Exploitationfilm?

Vieles deutet doch auf Letzteres hin: Gleich im Vorspann legt Jane Fonda schonmal einen Weltraumstriptease (ohne Gravitation) hin, der Präsident sagt ihr, es sei doch völlig unnötig, dass sie sich etwas anziehe für die Besprechung mit ihm, der Bösewicht steckt sie erstmal in eine ganz besondere Orgasmusmaschine (eine Art Orgel) und überhaupt muss sie in jeder zweiten Szene in einem neuen hautengen und knappen Kostüm auftreten (Regisseur war ihr damaliger Ehemann Roger Vadim).

Auf welcher Basis auch immer: Barbarella macht Spaß! Klar, nichts ergibt so richtig Sinn, aber die Szenen sind mit viel Humor und einem nicht zu verachtenden Blick für kuriose Bilder und einem Ohr für ebensolche Dialoge (und: Monologe – Herrn Durand in seinen Ausführungen über die „Ehrhaftigkeit des Bösen“ zuzuhören, ist einfach köstlich!) und exzellente musikalische Untermalung inszeniert. Da fällt die Empfehlung leicht.

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