Picknick am Valentinstag


Originaltitel:
Picnic at Hanging Rock
Jahr:
1975
Eingetragen:
03.09.2010
IMDB-Wertung:
7,6/10

Es ist der Valentinstag des Jahres 1900. Eine australische Mädchenschule unternimmt einen Ausflug zum „Hanging Rock“. Vier Mädchen setzen sich ab und erkunden die Umgebung. Erschöpft von der Hitze brechen sie zusammen – und sind nicht mehr aufzufinden. Suchexpeditionen bleiben erfolglos. Als die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben wurde, kehrt jedoch eines der Mädchen doch noch wieder auf...

Picknick am Valentinstag stellt viele Fragen – und beantwortet keine einzige. Was ist tatsächlich passiert? Wurden die Mädchen vergewaltigt und umgebracht? Sind sie in einer anderen Dimension verschwunden? Oder gar von Außerirdischen entführt? Viel wird angedeutet, nichts bestätigt.

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Deutlicher dagegen die Themen, die den gesamten Film durchziehen: das vorsichtige Erwachsenwerden der Schülerinnen, die absolute (bis zur Selbstaufgabe reichenden) Repression jeglicher Gefühle und insbesondere der Sexualität durch die strengen viktorianischen Autoritäten und nicht zuletzt die Unbedeutsamkeit der Menschen im Angesicht der „Wunder der Natur“.

Wunderschöne Aufnahmen unterlegt von melancholischer Musik tun ihr Übriges. Letztlich zeigt der Film den größten vorstellbaren „Grusel“: das Unerklärliche. Nicht alles kann begründet werden oder muss überhaupt irgendeinen Sinn haben, scheint uns der Film sagen zu wollen. Doch auch diese Interpretation ist sicherlich wieder angreifbar – Diskussionsstoff für die Ewigkeit, aus dem einfachen Grund, dass man niemals zu einem überzeugenden Schluss kommen kann.

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