Haus des Grauens


Originaltitel:
Paranoiac
Jahr:
1963
Eingetragen:
04.09.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7/10

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Simon (links) ist von Tony (rechts) nicht begeistert
Vor vielen Jahren verschwand der damals 10-jährige Tony Ashby. Obwohl niemals eine Leiche gefunden wurde, wurde er aufgrund eines Abschiedsbriefs für Tod erklärt. Dadurch wurde sein jüngerer Zwillingsbruder Simon (Oliver Reed) zum Haupterben des elterlichen Anwesens und Gestüts. Bis zu Simons 21. Geburtstag werden die Finanzen jedoch noch (da seine Eltern ebenfalls tot sind) von seiner Tante Harriet (Sheila Burrell) und dem Familienanwalt verwaltet.

Kurz vor dem entscheidenden Geburtstag kommt ein junger Mann (Alexander Davion) in die Stadt, der behauptet Tony zu sein. Die äußerliche Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. So wird der Neuankömmling einigen Tests unterzogen, um seinen Anspruch auf das Erbe zu prüfen. Er kann jedoch alle bestehen: Nicht nur kennt er sich bestens in Haus und Umgebung aus, sondern er erinnert sich auch an all die Kleinigkeiten und Details von früher, die eigentlich nur Tony kennen kann.

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Schwester Eleanor dafür etwas zu sehr
Jedoch löst der Zurückgekehrte trotzdem sehr gemischte Gefühle bei der Familie aus. Simon will es nicht wahrhaben, entgeht ihm doch ein nicht zu verachtendes Erbe. Seine Schwester Eleanor (Janette Scott), die Tony damals sehr nahe Stand und seinen angeblichen Tod ohnehin niemals verwunden hat, erleidet neue, extreme Höhen und Tiefen.

Hammers eher preisgünstige und inhaltlich sehr freie Verfilmung von Josephine Teys Brat Farrar geht deutlich mehr als der Roman in die in den 60er Jahren übliche Richtung persönlicher Psychosen anstatt des klassisch-gepflegt-britischen Krimistils der Vorlage. Dies wird durch die zwar streckenweise stark überzeichneten, aber guten schauspielerischen Leistungen adäquat rübergebracht. Von wenigen Szenen abgesehen unspektakulär, doch gerade diese „leisen“ Szenen sind letztendlich sogar die besseren. Sehenswert!

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