Schlag 12 in London


Originaltitel:
The Two Faces of Dr. Jekyll
Jahr:
1960
Eingetragen:
09.09.2010
IMDB-Wertung:
6,5/10

Dr. Henry Jekyll (Paul Massie) ist von seiner Forschung völlig besessen, seine Frau (Dawn Addams) bekommt ihn kaum jemals zu Gesicht. Eine neuentdeckte chemische Formel verwandelt ihn vorübergehend in den äußerlich gepflegten, gutaussehenden Mr. Hyde. Als dieser hat Jekyll einigen Spaß in einem Nachtclub, in dem sich auch der zweifelhafte Paul Allen (Christopher Lee) herumtreibt. Schnell bekommt er jedoch aufgrund seiner plötzlich auftretenden brutalen Unbeherrschtheit dort nicht nur Ärger mit dem Rausschmeißer (Oliver Reed). Und damit nicht genug: Selbst vor Mord schreckt Hyde nicht zurück und Jekyll verliert langsam die Kontrolle über die Verwandlungen...

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Hyde (links) in einem „anrüchigen“ Club

Sehr, sehr freie Verfilmung des klassischen Stevenson-Stoffs aus dem Hause Hammer. Die inhaltliche Füllung der eher wenig ausgestalteten Vorlage gelingt dabei ganz gut. Keine überragende Originalität und auch recht stark in seiner Entstehungszeit verankert – aber kann man sich ohne größere Bedenken angucken, sofern man sich nicht durch die doch sehr schwache Jekyll-Verkleidung des Hauptdarstellers („angeklebter“ sahen Bart und Augenbrauen nie aus) nicht abschrecken lässt. Das ist es, was man vielleicht als Besonderheit dieser Verfilmung bezeichnen könnte: Hyde wird als attraktiv und weltmännisch dargestellt; eine Art Dorian Gray. In älteren Verfilmungen ist er schon allein optisch deutlich (im wahrsten Sinne des Wortes) monströser.

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