Die Geschichte des Dr. Jekyll & Mr. Hyde


Originaltitel:
The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde
Jahr:
1968
Eingetragen:
09.09.2010
IMDB-Wertung:
6,9/10

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Jekyll versorgt die Wunden...
Dr. Henry Jekyll (Jack Palance) stößt mit seinen Theorien über die animalische Natur des Menschen bei seinen wissenschaftlichen Kollegen auf wenig Gegenliebe. Mit Hilfe eines selbstentwickelten Tranks macht Jekyll sich daran, seine Theorien zu beweisen: Er wird zum lebenslustigen, aber auch brutalen und aufbrausenden Mr. Hyde. Als dieser vergnügt er sich in zweifelhaften Etablissements und ebensolchen Frauen. Doch langsam wird Jekylls Anwalt und Freund Devlin (Denholm Elliott) auf die ungewöhnlichen Geldtransfers auf Hydes Bankkonto aufmerksam...

Mit üblichen Produktionsqualitäten kann dieser Fernsehfilm nicht punkten. Alles ist ausnahmslos im Studio aufgenommen (keinerlei Außenaufnahmen) und die Kulissen sind entsprechend sparsam konstruiert. „Praktischerweise“ werden einige Eskapaden Hydes (der von einem Charakter als „wandelnde Orgie“ bezeichnet wird) auch nur erzählt, aber nie gezeigt.

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...die Hyde am Vorabend verursacht hat
Ganz gut gelungen ist dagegen die Darstellung der Hauptfigur. Insbesondere die explizite Akzeptanz, die Jekyll (insbesondere anfangs) gegenüber den Ausschweifungen „Hydes“ zeigt (was die Erkenntnis birgt, dass „Jekyll“ eben auch nicht rein „gut“ ist; auch später, als er bereits von der Brutalität Hydes weiß, „nutzt“ er Hydes „Fähigkeiten“ bewusst und willentlich), wird in vielen anderen Versionen gerne unter den Teppich gekehrt. Auch wird der innere Kampf der beiden Persönlichkeiten deutlicher betont. Insbesondere in der Phase, in der Jekyll versucht, wieder die Kontrolle zu gewinnen, aber gleichzeitig ergeben sich um ihn herum immer neue „Herausforderungen“ für die „dunkle Seite“ (Hydes Freundin, der Erpresser,...).

So bleibt Allen in Allem ein vorsichtig positiver Gesamteindruck. Wer eine recht treue Verfilmung ohne jegliche Experimente sucht, ist hier richtig.

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