Der Mann, der sein Gehirn austauschte


Originaltitel:
The man who changed his mind
Jahr:
1936
Eingetragen:
13.09.2010
IMDB-Wertung:
6,7/10


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Dr. Clare Wyatt (Anna Lee), eine junge Ärztin und Wissenschaftlerin, nimmt eine Stellung bei einem gewissen Dr. Laurience (Boris Karloff) an. Dessen Ziel ist es, Geist und Seele von Menschen in andere Körper zu transferieren.

Versuche mit Tieren gelingen; es findet sich nun sogar ein Finanzier für weitere Experimente: der Zeitungsverleger Lord Haslewood (Frank Cellier), dessen Sohn (John Loder) hinter Clare her ist und so von Laurience erfahren hat. Laurience wird so zum „gehypten“ Medienstar. Seine wissenschaftlichen Kollegen halten ihn jedoch für einen Scharlatan und lachen ihn aus.

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Als ihn Haslewood nach dem peinlichen Eklat fallen lässt wie eine heiße Kartoffel, reißt der letzte Faden von Lauriences geistiger Gesundheit: Im klassischen „Mad Scientist“-Stil macht er sich nun daran, den definitiven Beweis zu erbringen (ein erfolgreiches Experiment am Menschen). Unfreiwillig wird gleich Haslewood selbst als erstes Versuchskaninchen „verpflichtet“. Als Tauschpartner bietet sich sogar Jemand freiwillig an: Lauriences gelähmter Assistent Clayton (Donald Calthrop) hätte nichts dagegen, einen neuen Körper zu erhalten.

Größtenteils wird hier das kammerspielartige Standardprogramm des Genres abgespuhlt. Jedoch gibt es zwei originelle Aspekte: Erstens die satirische Darstellung des problematischen Einflusses interessengesteuerter Geldgeber und Medien auf die Forschung. Zweitens die Vertauschung der klassischen Rollen des „strahlenden Retters“ und der „Damsel in Distress“: Clare ist es, die am Ende alles durchschaut und zur Rettung ihres Verlobten herbeieilt.

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