Die letzten Sieben


Originaltitel:
Day the World Ended
Jahr:
1955
Eingetragen:
16.09.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
5,4/10

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Das Cover und das Bild auf der Rückseite der DVD-Hülle versprechen einen echten Knaller: Dieses Monster ist ja wohl zu geil! Leider erfüllen sich diese Erwartungen kaum. Das dreiäugige gehörnte Wesen bekommt man nur ganz am Schluss kurz zu sehen.

Stattdessen liefert Regisseur Roger Corman billige, durchschnittliche Endzeitkost: Nachdem ein Atomkrieg die Welt verwüstet hat, rotten sich sieben sehr unterschiedliche Menschen zusammen (von denen einer aussieht wie Sean Connery), um vielleicht doch noch zu überleben. Natürlich kommt es aber sofort zu den üblichen Kompetenzstreitigkeiten („Ich bin hier der Boss!“) zwischen den Männern – zunehmend auch über den „Besitz“ der Frauen (eigene Ansichten haben diese natürlich kaum). Nebenbei gibt es eben Probleme mit zunehmender Strahlung überall um sie herum, Schwierigkeiten, genießbare Lebensmittel zu besorgen usw.

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Ohne Worte
Praktisch alles spielt in einem kleinen Haus – sicherlich preislich das günstigste, das man sich vorstellen kann. Ganz witzig streckenweise die extreme Ernsthaftigkeit, mit der diverse „Pläne“ vorgetragen werden: Der „väterliche Gute“ hat sich beispielsweise bereits seit zehn Jahren (!) auf diesen Fall vorbereitet und muss seine Vorschläge nur aus der Schublade ziehen. Diese umfassen unter Anderem die Wiederbevölkerung der Erde... das Hauptproblem, das er sieht, ist jedoch, dass kein Priester anwesend ist, um irgendjemanden zu verheiraten (wie wir alle wissen essentiell zur Fortpflanzung)!

Das Monsterproblem erledigt sich dann nachher sogar von selbst, genauso wie auch die Strahlungsbelastung (typische 50er-Jahre-Vorstellung, dass das nur ein paar Tage dauert). So endet der Film ganz im christlichen Sinne mit dem Schriftzug „Der Anfang“, als „Adam und Eva“ als letzte Überlebende ausziehen, um ihre Pflicht zu erfüllen.

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