Der Hund von Baskerville


Originaltitel:
The Hound of the Baskervilles
Jahr:
1959
Eingetragen:
19.09.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7/10

Ein Fluch liegt auf der Familie Baskerville: Sir Charles ist das neueste Opfer des legendären Geisterhunds geworden. Dr. Mortimer (Francis de Wolff) ist nun in Sorge um dessen Erben, Sir Henry (Christopher Lee). Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Peter Cushing) und Dr. Watson (André Morell) sollen dem Fluch ein für allemal den Gar aus machen. Ihre erste Bewährungsprobe wartet jedoch bereits im Londoner Hotel, in dem Sir Henry abgestiegen ist: eine Tarantel bringt den Erben beinahe um...

Eine Tarantel? Sehr unnötige Ergänzung zur Originalgeschichte. Auch sonst ist dies nicht gerade Doyles berühmte Geschichte: Vieles ist zwecks plakativer Dramatik stark verflacht (bis hin zu „hässlich & entstellt = böse“) und so geändert, wie es gerade ins Konzept passt.

hund_von_baskerville.jpg

Schlecht ist das Ergebnis dadurch jedoch nicht. Cushing übt schonmal für seinen längeren (und wesentlich authentischeren) Einsatz als TV-Holmes knapp zehn Jahre später (zwischendurch durfte auch Lee einmal den Detektiv spielen: Sherlock Holmes und das Halsband des Todes) und Morell gibt auch einen guten Watson ab. Einige offensichtlichere Gelegenheiten, Gruselszenen, wie sie bei Hammer eigentlich üblich waren, einzubauen (nebelverhangene Sequenzen im Moor) werden jedoch ausgelassen – eben zugunsten solcher doch recht platten „Schreckszenen“ wie mit der Tarantel oder später einem mittelalterlichen Dolch. Auch nur sehr eingeschränkt gelungen die Schlussszene, in der ein Darsteller, der von dem Hund angegriffen werden soll, diesen deutlich sichtbar regelrecht festhalten und an sich heranziehen muss, als das Tier eigentlich friedlich vorbeitrotten möchte. So richtig begeisternd ist das Endprodukt also auch nicht.

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