The Fear - Angst in der Nacht...


Originaltitel:
Fear in the Night
Alternativtitel:
Nachts kommt die Angst
Jahr:
1972
Eingetragen:
20.09.2010
Bearbeitet:
22.03.2013
IMDB-Wertung:
5,9/10

Peggy Heller (Judy Geeson) hat ihren Nervenzusammenbruch von vor sechs Monaten noch nicht ganz überwunden, aber vor einer Woche hat sie Robert (Ralph Bates) geheiratet. Dieser arbeitet in einem Jungeninternat und Peggy möchte zu ihm ziehen. Kurz vor der Abfahrt wird sie von einem Einarmigen überfallen, sie verliert das Bewusstsein – ihre Vermieterin (Gillian Lind) und ihr Arzt (James Cossins) halten das jedoch für reine Einbildung.

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Nur ein sehr realistischer Albtraum?
Peggy versucht die Sache also zu vergessen. Michael Carmichael (Peter Cushing), der Direktor und damit Roberts Chef, trägt recht auffälligerweise permanent Lederhandschuhe und kann seinen einen Arm offensichtlich nicht benutzen. Auch seine Frau Molly (Joan Collins) ist Peggy nicht gerade sympathisch.

Die meiste Zeit streift sie jedoch allein durch die leeren Korridore der Schule, da Robert mal wieder unterwegs ist. Dort hört sie zwar typische Klassenraumgeräusche (Stimmengewirr usw.), kann jedoch niemals die Quelle ausfindig machen – außer dem Ehepaar Carmichael befindet sich niemand auf dem Gelände der Schule. Eigentlich zu erwarten, da gerade Ferien sind, aber woher kommen dann die Geräusche? Und dann taucht auch der Einarmige wieder auf und greift sie an – was ihr natürlich niemand glaubt.

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Ich persönlich würde die Brille absetzen...
Die Geschichte ist natürlich nicht mehr ganz frisch. Die Formel ist die gleiche, wie in den anderen Hammer-Thrillern: psychisch labile junge Frau sieht nachts seltsame Dinge, wird langsam wahnsinnig – oder eben auch nicht.

Diese Version dieser Grundidee ist jedoch eine der besten: Die Darsteller (selbst, für seine Verhältnisse, Bates) sind allesamt sehr gut. Häufig sind in diesen Thrillern die Hauptdarstellerinnen, die häufig „Newcomerinnen“ sind, die Schwachstelle; nicht so hier, Greeson (die schon ein paar Filme unter der Haube hatte) ist ein Volltreffer, man nimmt ihr die leicht instabile, verletztliche, desorientierte junge Frau ab, die um ihr Leben fürchtet. Altmeister Cushing bewegt sich in seinen Szenen sehr subtil zwischen väterlicher Freundlichkeit und verdachtserregenden Momenten. Das verlassene Schulgelände als Schauplatz hat ebenfalls etwas. Und am Ende gibt es mehrere Wendungen, die die Geschichte nicht etwa den sonst so oft üblichen Moralzeigefinger zeigen lassen. Ein gelungener Abschluss.

Tunlichst nicht lesen sollte man vor dem Anschauen übrigens den Klappentext der DVD, denn der verdirbt einem schon eine der Überraschungen. Mann, Mann...

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