Das Unheimliche


Originaltitel:
The Uncanny
Jahr:
1977
Eingetragen:
21.09.2010
Bearbeitet:
07.01.2015
IMDB-Wertung:
5,7/10

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Peter Cushing spielt einen Verschwörungstheoretiker, der bereits Bestseller über Ufos, Pyramiden usw. geschrieben hat. Seine neueste Obsession: Katzen. Er ist davon überzeugt, diese Wesen seien die Verkörperung des Bösen und hätten die Menschen zu ihren Sklaven gemacht. Um seinen Verleger (Ray Milland) von der Richtigkeit seiner Thesen (und der Veröffentlichung seines Buches) zu überzeugen, erzählt er ihm drei authentische Fälle.

Eine ältere Dame (Joan Greenwood) ändert ihr Testament: Ihr gesamtes Vermögen möchte sie ihren Katzen hinterlassen. Ihrem Neffen (Roland Culver), der durch sein Verhältnis mit der Haushälterin (Susan Penhaligon) bestens informiert ist, gefällt das nicht. Die Haushälterin soll Testament aus Safe holen und vernichten, wird aber von ihrer Arbeitgeberin erwischt. Die Haushälterin erstickt sie mit einem Kopfkissen, aber die Katzen verteidigen das Testament (also den Zettel), greifen die Haushälterin an und zerfleischen sie; dem Neffen wird ebenfalls die Kehle aufgebissen.

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Nach dem Tod ihrer Eltern kommt ein Mädchen (Katrina Holden) zu ihrer Tante (Alexandra Stewart). Sie bringt ihren Kater „Wellington“ mit. Ihre Cousine (Chloe Franks) ist eifersüchtig, möchte auch eine Katze, buhlt um Wellingtons Freundschaft. Die Tante will Wellington loswerden – dieser schlägt dem Mädchen vor, Magie einzusetzen (ihre Mutter hatte diverse Bücher darüber).

Ein Foto von Donald Pleasence als Blofeld aus Man lebt nur zweimal leitet zur letzten Geschichte über: Pleasance ist Valentine, der Star eines Horrorfilms. Ihm gegenüber spielt seine Frau Madeline (Catherine Bégin). Eine Hinrichtungsszene (im Stil von Das Pendel des Todes) wird aufgrund einer echten Klinge ernst – Madeline ist tot. Valentine hatte das gemeinsam mit seiner Geliebten, Madelines (wie Valentine betont, jüngerem) Double (Samantha Eggar), geplant. Madelines Katze will jedoch Rache nehmen und führt diverse Anschläge auf die Leben der beiden Verschwörer durch, bis sie letztendlich Erfolg hat.

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Cushing lässt dem immer noch zweifelnden Milland eine dicke Akte voller Beweise da und macht sich auf den Weg nach Hause. Dort kommt er jedoch niemals an, denn Millands Perserkatze, die alles mitangehört hat und somit wusste, dass Cushing sie durchschaut hatte, hat ihre Artgenossen herbeigerufen, um Cushing aus dem Weg zu räumen. Die Perserkatze selbst hypnotisiert Milland, die Beweisakte zu verbrennen; als Zeichen seiner völligen Unterwerfung gibt er der Katze eine Schale voller Milch, obwohl er vorher noch verkündet hatte, sie auf Diät setzen zu wollen.

Man lernt ja Einiges kennen, wenn man sich in diesem Genre bewegt, aber dermaßen absurd wird es selten. Mehr, als das in jeder Geschichte eine oder mehrere Katzen herumliegen, -sitzen und -laufen ist das nicht – sehr bedrohlich. „Angriffe“ durch Katzen stellen sich so dar, dass ein paar Miezen auf das „Opfer“ geworfen werden und (wie es Katzen nun mal tun) sofort wieder auf den Beinen sind und abhauen.

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Die erste Geschichte ist einfach nur Schrott. Die zweite hätte immerhin ein bisschen was (denn bei dieser Art von Horrorfilmen geht es ja eigentlich immer im übertragenen Sinne um Menschen; das Katzenthema spielt hier auch tendenziell überhaupt keine Rolle), wäre da nicht das lächerliche Ende der Episode. Die letzte ist dann absichtlich auf „humorvoll“ gemacht. Ein paar völlig kitschige Sprüche mag man einigermaßen amüsant finden, wenn man sich auf die vermittelte Stimmung einlässt:

Pleasance, bevor er seine Frau zerstückelt: „Parting is such sweet sorrow.“
Später: „It was the performance of her life.“
Eggars Antwort: „Now she's just a bit player.“

Was das aber insgesamt immer noch nicht akzeptabel macht. Es ist einfach nur traurig, die alternden Stars sich in so einem Blödsinn zu sehen. Milland war wohl nicht mehr so gut zu Fuß (das ähnlich gelagerte Frogs - Killer aus dem Sumpf spielte er schon ein paar Jahre vorher komplett aus dem Rollstuhl) und wirkt besonders hinfällig. Cushing sieht ebenfalls völlig ausgezehrt aus, wobei das immerhin zu seiner Rolle passt.

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