Nächte des Grauens


Originaltitel:
The Plague of the Zombies
Jahr:
1966
Eingetragen:
25.09.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,7/10

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Man beachte den Verband am Handgelenk
André Morell musste bei Hammer meist die zweite Geige spielen. Als Sir James Forbes in Nächte des Grauens darf er endlich zeigen, was er wirklich kann: Ein junger Arzt (Brook Williams) aus Cornwall ist angesichts seltsamer Todesfälle in seinem Dorf ratlos und ruft seinen ehemaligen Lehrer zur Hilfe. Dieser kommt nach einigen Nachforschungen, währenddessen sich weitere Tote (u.A. die Ehefrau des Arztes, gespielt von Jacqueline Pearce) anhäufen, zu einem schier unglaublichen Schluss: Aristokrat Hamilton (John Carson) lässt mittels Voodoo-Ritualen Tote auferstehen, damit sie in den gefährlichen Zinnminen arbeiten. Und auch Forbes' Tochter Sylvia (Diane Clare) ist nunin akuter Gefahr...

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Die natürliche Zombieumgebung
Nächte des Grauens ist rundherum sehr gut gelungen. Es ist nicht effekthascherisch, sondern setzt auf sich langsam aufbauende Spannung mit wenigen, dafür aber um so gruseligeren einzelnen Schockszenen. Das Zombiemakeup, wenn man es denn zu sehen bekommt, ist ebenfalls gut gelungen.

Zwar sollte es eigentlich unnötig sein, aber da sich die Erwartungen 99% aller Zuschauer seit der Entstehung des Films völlig gewandelt haben: Nächte des Grauens ist ein „klassischer“ Zombiefilm. D.h. die Zombies sind apathische Untote, die den Befehlen eines Voodoo-Priesters gehorchen und primär als niemals ermüdende Arbeitskräfte eingesetzt werden. Sie greifen keine Menschen an (wenn es ihnen nicht explizit befohlen ist) und fressen weder ihr Fleisch, noch ihre Gehirne (sie essen überhaupt nichts, sie brauchen keine Nahrung). Diese Umdefinition des Zombiebegriffs geschah erst ein paar Jahre später. Dieser Film ist somit einer der letzten seiner Art – und auch einer der besten.

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