Dämonen der Seele


Originaltitel:
Demons of the Mind
Jahr:
1972
Eingetragen:
07.10.2010
IMDB-Wertung:
5,6/10

Ich bin Jemand, der durchaus, während ein Vorspann läuft, mal nicht hinguckt oder sogar nochmal schnell den Raum verlässt, um etwas zu trinken zu holen. Das ist hier nicht zu empfehlen, denn obwohl genau genommen noch keine „Action“ läuft, wird hier schonmal mittels Fotographien die Familienkonstellation gezeigt, um die sich alles drehen wird: Baron Zorn (Robert Hardy) hält seine beiden erwachsenen Kinder (Shane Briant und Gillian Hills) praktisch als Gefangene in seinem Landhaus. Entsprechend schlecht ist es um die Gesundheit der beiden bestellt: blass, schwächlich und auch geistig offensichtlich nicht gerade auf dem Damm.

demons_of_the_mind.jpg

Der Grund: Zorn ist der Meinung, dass ein Wahnsinn in seiner Familie grassiert, der sich von ihm auch auf seine Kinder übertragen hat. Der unorthodoxe Wissenschaftler Falkenberg (Patrick Magee) soll helfen und zumindest jener Generation zu einem normalen Leben verhelfen. Doch leichter gesagt als getan, wenn man bedenkt, dass diese beiden vor Jahren den Selbstmord ihrer Mutter mit ansehen mussten, seitdem praktisch keinen Kontakt mehr mit der Außenwelt hatten und anscheinend mittlerweile eine inzestuöse Beziehung begonnen haben.

Die Melodramatik ist hier ehrlich gesagt doch deutlich übertrieben. Mögen manche Szenen für sich durchaus ästhetisch und erzähltechnisch (insbesondere, wenn es mal wieder rein optisch zugeht) interessant gemacht sein, so stimmt das große und ganze Bild einfach nicht. Völlig unnötig sogar, dass dann plötzlich die rein psychologischen Aspekte anscheinend nicht mehr genug waren, sondern auch noch ein Satanismusplot inklusive Frankenstein'scher Mob-/Lynchszene eingebaut werden musste. Das hätte besser umgesetzt werden können.

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