Der Teufel tanzt um Mitternacht


Originaltitel:
The Witches
Jahr:
1966
Eingetragen:
10.10.2010
IMDB-Wertung:
5,9/10

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Der Film beginnt damit, dass eine Spielzeugpuppe (soll wohl ein „Fetisch“ sein) vor das die Kamera gehalten, die im Hintegrund eine Hauskulisse im Dschungel aufnimmt. In jenem Haus treffen wir Gwen Mayfield (Joan Fontaine), die von „Eingeborenen“ angegriffen wird, von denen einer eine Ganzkörperclownsmaske (so eine mit körpergroßem Gesicht) trägt. Geht also schonmal „toll“ los.

Die eigentliche Handlung spielt dann allerdings wieder in England: Miss Mayfield fängt als Lehrerin an einer Dorfschule an. Dort stößt sie schnell auf einiges... Ungewöhnliches. Der Mann (Alec McCowen), der sie angestellt hat, trägt zwar Priesterklamotten, tatsächlich gibt es im Ort jedoch noch nicht mal eine Kirche (Schock! Horror!). Menschen sterben oder werden aus heiterem Himmel von Krankheiten befallen. Usw. Eben eigentlich alles, wie es auch schon in Afrika war: Hexen sind am Werk!

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Spannung kommt praktisch überhaupt nicht auf. Ein Großteil der ersten Hälfte geht dafür drauf, dass zwei Teenager aus der Schulklasse miteinander anbandeln (zur Abwechslung immerhin mal nicht von Mitzwanzigern gespielt), was irgendwie anscheinend „nicht sein darf“. Die „Gruselszenen“ beschränken sich auf solche Albernheiten wie den Angriff einer Schafherde (!). Irgendwann wird die Hauptdarstellerin dann nach einem erneuten Nervenzusammenbruch in eine Klinik gesteckt. Sie entflieht (?) fünf Minuten, bevor sie ohnehin entlassen werden sollte (wovon sie wusste). Und hat natürlich mit all ihren Verdächtigungen Recht gehabt.

So darf man am Ende dann den unspektakulärsten und peinlichst gespielten Hexenritualen und einer der verklemmtesten (d.h. kleidungsreichsten und berührungsärmsten) „Orgien“ aller Zeiten „beiwohnen“. Die „Lösung“, wie das Böse gestoppt werden kann (und wird), wird 20 Minuten vor Ende explizit schonmal verraten (ohne, dass es in der Szene gesagt wird, dass das die Lösung sein wird – es ist allerdings dermaßen offensichtlich...). Und mit dem Tot der Oberhexe ist dann alles „gut“. Obwohl ja eigentlich alle im Ort Anhänger des Kults waren.

Highlight des Films: Eine ältere Dame in der Nervenklinik (die eine Puppe ihrer Enkelin bewundert) ist offensichtlich von einem Mann synchronisiert worden. Das sorgt immerhin zehn Sekunden lang für gute Laune.

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