Bride of the Monster


Originaltitel:
Bride of the Monster
Alternativtitel:
Die Rache des Würgers / Bride of the Atom
Jahr:
1955
Eingetragen:
22.10.2010
Bearbeitet:
06.06.2012
IMDB-Wertung:
4/10

Irgendwo in einem Sumpf experimentiert Dr. Eric Vornoff (Bela Lugosi) mit atomarer Strahlung, um „Übermenschen“ zu erschaffen. Unterstützt wird er von Lobo (Tor Johnson), einem wohl schiefgegangenen Experiment: Lobo hat zwar übermenschliche Körperkräfte, kann aber weder sprechen noch sonderlich klar denken. Kommt es zu Gehorsamsproblemen, hilft bei ihm nur die Peitsche, die Vornoff mit großer Expertise schwingt. Natürlich braucht der Doktor immer neue Testsubjekte, die er seinen Strahlen aussetzen kann. Für die Beschaffung dieser ist Lobo zuständig.

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Das Verschwinden der Menschen wird von den Medien einem Monster zugeschrieben (wie wir erfahren hielt sich der gute Doktor vorher unter anderem in der Nähe des Loch Ness auf, wo er ähnlich Gerüchte ausgelöst hatte). So falsch liegen diese Berichte tatsächlich noch nicht mal: eine Krake treibt in der Gegend ebenfalls ihr Unwesen.

Häufig taucht Bride of the Monster auf „Listen der schlechtesten Filme aller Zeiten“ auf. Diese Bekanntheit liegt einerseits daran, dass es sich um Lugosis letzten Film handelt (in Plan 9 From Outer Space wurde nur Archivaufnahmen verwendet) und natürlich am Regisseur Edward D. Wood, dessen Filme heutzutage üblicherweise schon „per Definition“ in diese Kategorie fallen. So richtig gerechtfertigt ist dieses Prädikat jedoch nicht. Klar, gut ist der Film keinesfalls. Es handelt sich einfach um eine typische Billigproduktion der Zeit, wie sie massenhaft existieren. Ohne die Mitwirkung Lugosis wäre Bride of the Monster wahrscheinlich mittlerweile einfach in Vergessenheit geraten.

Was den Film auszeichnet, sind vor Allem ein paar bizarr-witzige Dialoge, bei denen man sich nie so sicher sein kann, ob sie ernstgemeint sind. So beispielsweise Vornoffs „While you were unconcious, I took the liberty of going through your purse.“ (mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht) oder sein „melancholischer“ Monolog, wie sein Genie in seiner Heimat verkannt wurde und über seine Pläne. Die restlichen Schauspieler kann man allesamt vergessen (ausdrucksloser kann man nicht in den Kulissen stehen; der „Held“ ist wohl ausgewählt worden auf der Basis, dass er bereit war, mit freiem Oberkörper herumzulaufen).

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