Fahr zur Hölle Liebling!


Originaltitel:
Farewell, My Lovely
Jahr:
1975
Eingetragen:
06.06.2010
IMDB-Wertung:
7,1/10

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Marlowe selbst ist eigentlich auch kein Zwerg...
Ein Film Noir aus den 70er Jahren... immerhin hatten die Produzenten eine sehr, sehr gute Idee: Robert Mitchum, Hauptdarsteller zahlreicher Genreklassiker aus den 40er und 50er Jahren, in der Rolle des Philip Marlowe zu besetzen. Was natürlich bedeutet, dass man es hier mit einem deutlich älteren Marlowe zu tun hat als sonst üblich. Was dem Film jedoch nicht schadet.

Es handelt sich um eine Verfilmung des Romans Farewell, my lovely: Der geistig simple, aber physisch beeindruckende Kleingangster „Moose“ Malloy (Jack O'Halloran) ist gerade raus aus dem Gefängnis und möchte seine Freundin Velma wiederfinden. Dazu geht er über Leichen. Und gleichzeitig soll Marlowe noch den gutsituierten Lindsay Marriott (John O'Leary) bei einer Geldübergabe begleiten, die allerdings ebenfalls tödlich endet. Es ging dabei um ein Schmuckstück, das Helen Grayle (Charlotte Rampling) gestohlen wurde.

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Der Blick spricht Bände
Der Film folgt dem Roman sehr eng. Keine Verlegung der Handlung in die damalige Gegenwart, es werden keine Figuren weggelassen oder zusammengelegt... die einzige (schlechte) Entscheidung, über die Vorlage hinauszugehen, ist ein Nebenplot über einen schwarzen Waisenjungen, der keinerlei Funktion im großen Zusammenhang des Films hat und nur kitschig wirkt.

Darüber hinaus gibt es jedoch nichts, worüber man sich auch nur ansatzweise beschweren könnte. Was Verfilmungen im engen Sinne angeht, ist dieser Film wohl einer der besten aller Zeiten. Dafür darf man im Gegenzug eben keine originellen Kunststücke cineastischer Natur erwarten. Alles ist gut gefilmt, aber eben nur mit dem Anspruch, den Roman umzusetzen. Was in dem einen oder anderen etwas statischen Moment resultiert. Zwei Seiten einer Medaille.

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