Lebendig begraben


Originaltitel:
Premature Burial
Jahr:
1962
Eingetragen:
27.10.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,6/10

Guy Carrell (Ray Milland) lebt in extremer Panik davor, lebendig begraben zu werden. Das geht so weit, dass er sich ein spezielles Mausoleum entwirft und baut, in dem diverse Fluchtmöglichkeiten (Leitern, Türöffner usw.) sowie, für den Fall dass erstere alle versagen, ein ausreichender Giftvorrat zwecks Selbstmord vor gesehen sind. Der Einfachheit halber beginnt er, sogar gleich in diesem Mausoleum zu leben und dort seinen Hobbies, insbesondere der Malerei sehr morbider Motive, nachzugehen. Seine Frau (Hazel Court) bekommt ihn praktisch überhaupt nicht mehr zu Gesicht...

lebendig_begraben.jpg
Stolz präsentiert Guy seinen neuen Sarg mit Ausbruchsgarantie

Dass in dieser Poe-Verfilmung von Roger Corman nicht Vincent Price die Hauptrolle spielt, liegt an der Produktionshistorie: Ursprünglich wurde Lebendig begraben nicht von American International Pictures produziert, bei denen Price unter Vertrag stand. AIP kaufte dann jedoch während des Drehs die andere Firma auf, so dass der Film doch wieder bei ihnen landete.

Mit Ray Milland gibt es jedoch adäquaten Ersatz und sowohl Thematik, als auch die motivische Umsetzung kommen einem aus den Vorgängerfilmen durchaus bekannt vor. Was nur gut ist, denn was dort funktioniert hat, wirkt auch hier. Die beste Szene ist vielleicht Millands Albtraum, in dem in bester Traumlogik all seine Sicherheitsvorkehrungen versagen und seine Befürchtungen eben doch eintreffen: Er findet sich lebendig begraben (d.h. eingesperrt) in seinem Mausoleum wieder. Und auch, wenn die Paranoia des Protagonisten sehr, sehr übertrieben scheint, kommt der Schrecken in solchen Szenen sehr gut rüber.

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