Das Grab des Grauens


Originaltitel:
The Tomb of Ligeia
Alternativtitel:
Das Grab der Lygeia
Jahr:
1964
Eingetragen:
02.11.2010
Bearbeitet:
17.05.2012
IMDB-Wertung:
6,6/10

Ligeia (Elizabeth Shepherd) ist tot. Ihre Beerdigung läuft alles andere als reibungslos: Kirchenvertreter protestieren, da sie keine Christin gewesen sei, eine schwarze Katze springt auf ihren Sarg, als dieser gerade ins die Grube gesenkt wird und die Leiche öffnet plötzlich die Augen. Nicht gerade ideal für den ohnehin schon sehr labilen Geisteszustand ihres Ehemanns, Verden Fell (Vincent Price).

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Wie sich herausstellt verband Verden mit Ligeia eine extreme Hassliebe. Einerseits ist er froh, dass sie tot ist, andererseits ist er immer noch von ihr besessen, ist permanent unglücklich. Auch körperlich zeigen sich Symptome. Beispielsweise ist er sehr lichtempfindlich, muss außerhalb von Gebäuden eine extravagante Sonnenbrille tragen.

All das ändert sich, als er Rowena (ebenfalls Shepherd) kennenlernt: Sie reißt ihn aus seinem brütenden Zustand und schließlich heiraten die beiden. Doch schon nach der Hochzeitsreise ist das Glück anscheinend wieder vorbei: Verden trägt wieder seine Brille, er ist davon überzeugt, Ligeia würde zurückkehren. Das tut sie auch, allerdings zuerst auf juristischer Ebene. Sie wurde niemals für tot erklärt, ist also weiterhin Eigentümerin des Anwesens und die Ehe hat ebenfalls noch Bestand. Langsam bekommt auch Rowena Wahnvorstellungen, scheint zeitweise von Ligeia besessen...

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Die Grundmotivik ist zwar prinzipiell die gleiche, wie in Roger Cormans anderen Poe-Filmen, jedoch wirkt Ligeia recht überfrachtet. Zu viele Details bleiben einfach für sich stehen, zu viele erzählerische Inkonsistenzen sorgen für Stirnrunzeln. Beispielsweise stellt sich nachher heraus, die „Leiche“, die begraben wurde, war nur aus Wachs – wie passt das aber mit den sich öffnenden Augen zusammen? Überhaupt wird es am Ende reichlich wirr, als Menschen sterben, umgebracht und bereits aufgebahrt betrauert werden, dann doch plötzlich kommentarlos wieder lebendig erscheinen... bis zu einem gewissen Maße ist das rein durch die wahnhaften Verwechslungen in den Augen anderer zu erklären, aber nicht in dem Maße, wie man es vorgesetzt bekommt. Hier wäre mehr Sorgfalt nötig gewesen.

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