Im Todesgriff der roten Maske


Originaltitel:
The Oblong Box
Jahr:
1969
Eingetragen:
06.11.2010
Bearbeitet:
13.03.2014
IMDB-Wertung:
5,4/10

Regisseur Gordon Hesslers Filme sind nicht gerade für ihre Handlungsstringenz bekannt. Man denke nur an das völlig unverständliche Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse. Mit diesem hat Im Todesgriff der roten Maske bereits einiges gemeinsam. Zum einen war es der erste gemeinsame Film von Vincent Price und Christopher Lee (Dr. Mabuse war dann der erste Film mit den beiden plus Peter Cushing) – oder sagen wir mal, so wurde er beworben. Zum anderen gibt es mehrere Handlungsfäden, die erst spät mehr schlecht als recht zusammengeführt werden.

rote_maske01.jpg

Price hält seinen Bruder (Alister Williamson), der auf den afrikanischen Besitzungen der Familie in die Fänge eines Voodoo-Kults geraten ist und dadurch entstellt wurde, in einem Zimmer gefangen. Lee ist ein Doktor, der permanent Nachschub an Leichen für seine Forschung braucht und deshalb Grabräuber anheuert. Wie der Zufall es so will wird „der Bruder“ irgendwann lebendig begraben, von Lees Handlangers wieder ausgegraben und läuft von da an mit einer roten Stoffmaske herum – und sorgt für einigen Ärger.

Tatsächlich laufen die beiden Stars völlig nebeneinander her. Die meiste Zeit hat man den Eindruck, einfach zwei Filme gleichzeitig zu sehen, von denen allerdings keiner sonderlich interessant ist. Eine einzige Szene haben die beiden zusammen – zehn Sekunden, wenn es hoch kommt.

rote_maske02.jpg

Der zentrale „Konflikt“ des entstellten Bruders wird dabei stundenlang groß aufgebaut (explizit wird niemals sein Gesicht gezeigt). Desto lächerlicher, als sich dann alles am Ende ins Nichts auflöst: Ein oder zwei Narben würde ich noch nicht als „entstellt“ bezeichnen. Und die „schicksalshafte Familientragödie“ um die Brüder ist auch eher zum Lachen. So hat die rote Maske nicht nur wenig Sinn, sondern es fehlt ihr auch die gutgelaunte Unterhaltsamkeit des bald darauf folgenden Mabuse.

Kommentare



Name:
Passwort (leer):
Botverifikation:
Bitte gib das Entstehungsjahr dieses Films ein!
Kommentar: