Die Schlangengrube und das Pendel


Originaltitel:
Die Schlangengrube und das Pendel
Jahr:
1967
Eingetragen:
07.11.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,1/10

Graf Regula (Christopher Lee) will ewiges Leben erlangen. Dazu braucht er das Blut von dreizehn Jungfrauen. Nach der zwölften wird er jedoch vom Richter Roger von Marienberg (Lex Barker) aufgehalten und hingerichtet.

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Nicht sonderlich gastfreundlich
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Umbringen ist in Ordnung, solange „böse“ Körperteile bedeckt bleiben
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Ja, er hält eine riesige Sanduhr in der Hand
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Das Pendel
Dreißig Jahre später: Ein gewisser Roger Mont Elise (ebenfalls Lex Barker) und Lilian von Brabant (Karin Dor) erhalten mysteriöse Einladungen in das verfallene Schloss des toten Grafen. Hier sollen sie beide etwas über ihre Herkunft erfahren, die im Dunkeln liegt. Tatsächlich steckt der Diener des Grafen (Carl Lange) dahinter, der seinen Herren für kurze Zeit wiederbeleben konnte. Nun steht einerseits Rache an dem Nachfahren des Richters an, zweitens aber auch die Vollendung des Rituals mittels der Tochter des damals geplanten dreizehnten Opfers...

Die Schlangengrube und das Pendel lässt sich einerseits natürlich bei Edgar Allen Poe und den zu der Zeit gerade sehr erfolgreichen amerikanischen Filmen dieses Typs inspirieren (die Pendelszene ist beinahe identisch mit der in Das Pendel des Todes), primär plündert er stilistisch allerdings die ebenfalls gerade sehr erfolgreichen italienischen Horrorfilme aus. Von den Folterwerkzeugen bis zu ganzen Szenen fühlt man sich an Mario Bava und Konsorten erinnert.

Allerdings gelingt diese Imitation nur schlecht. Der Film wirkt zusammengestückelt und zusammenhanglos. Die „Gruselszenen“ haben kaum Sinn und Verstand, werden einfach gezeigt, um sie zu zeigen – und befinden sich auf niedrigem Niveau („Huch, Schlangen!“). Dazu kommt eine recht nervige Nebenperson (Vladimir Medar), die für „lustige“ Auflockerung sorgen soll. Völlig misslungen. Ansonsten gehen die Darsteller in Ordnung, aber außerordentlich positiv wirkt sich auch nichts aus.

Es ist so schon verständlich, dass es bei diesem einen Versuch, deutsche Horrorfilme zu produzieren, blieb – anders als bei anderen Genres (ob nun Western oder Monumentalfilme) wirkt die Produktion unaufwändig und das Drehbuch auch einfach zu wenig durchdacht. Die „Gruselkrimis“ nach Edgar Wallace-Art entsprachen den Publikumserwartungen wohl mehr.

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