Das Vermächtnis des Professor Bondi


Originaltitel:
A Bucket of Blood
Jahr:
1959
Eingetragen:
19.11.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,7/10


Walter (Dick Miller) arbeitet als Kellner in einer Künstlerbar. Er wünscht sich zwar nichts mehr, als auch zu diesen so feinsinnigen Menschen zu gehören (insbesondere, um Carla (Barboura Morris) zu beeindrucken), aber er hat selbst überhaupt kein künstlerisches Talent.

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Wahre Kunst!
Eines Abends ersticht er versehentlich seinen Kater. Da dies nun aber geschehen ist, überwindet er seine Trauer und überzieht die Leiche mit einer dünnen Tonschicht. Die „Skulptur“ kommt bestens an: Walter erfährt nun die Aufmerksamkeit, die er sich immer gewünscht hat. Doch nun werden von ihm neue Werke erwartet. Das nächste ergibt sich noch wieder relativ automatisch durch eine Art Unfall: Ein Drogenfahnder bedroht Walter mit einer Pistole, woraufhin dieser ihn mit einer Pfanne erschlägt. Sein „Mann mit gespaltenem Schädel“ beeindruckt seine Zielgruppe jedoch dermaßen, dass Walter nun nicht mehr anders kann: Er muss aktiv für weiteren Nachschub sorgen...

Mit dem Kabinett des Professor Bondi hat dieser Film außer dem groben vordergründigen Thema nichts zu tun – der Zusammenhang existiert rein in den jeweiligen deutschen Titeln. Was Regisseur Roger Corman hier inszeniert, ist tatsächlich eine sehr düstere Komödie – eine Satire auf die prätentiöse Künstlerkultur.

Bis zu einem gewissen Grad kann man den Film sogar auf Corman selbst und seine eigenen Filmwerke beziehen: Niemals vom anspruchsvollen „Establishment“ anerkannt, schlug er sich stattdessen mit Mord und Todschlag durch. Nicht schlecht!

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