Nur die Sonne war Zeuge


Originaltitel:
Plein Soleil
Jahr:
1960
Eingetragen:
23.11.2010
IMDB-Wertung:
7,8/10

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Erster französischer Miniauftritt: Romy Schneider
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Noch herrscht eitel Sonnenschein
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Tom lernt Philippes Unterschrift
Tom Ripley (Alain Delon) soll den amerikanischen Millionärssohn Philippe Greenleaf (Maurice Ronet), der in Europa das Leben genießt, wieder „nach Hause“ bringen. Jener zeigt jedoch keinerlei Interesse. Stattdessen findet auch Tom Gefallen daran, vom Greenleaf'schen Geld zu leben. Nicht ganz so begeistert von Philippes Verantwortungslosigkeit ist seine Verlobte Margit (Marie Laforêt; in der Originalversion: Marge). Ebenfalls nicht so begeistert ist sie einerseits von Toms permanenter Anwesenheit sowie Philippes raue Behandlung seines Freundes.

Tom selbst ist jedoch alles andere als ein wehrloses Opfer. Er verfolgt eigene Pläne. Da er die von Philippes Vater versprochene Summe wohl nicht kassieren können wird, kommt ihm ein ganz anderer Gedanke: Er möchte Philippes Leben komplett übernehmen. Der erste Schritt dahin ist Mord: Von einer Kreuzfahrt kehrt dieser nicht mehr lebendig zurück. Von nun an gibt sich Tom als Philippe aus, was angesichts seiner Fähigkeiten als Fälscher von Ausweisen, Unterschriften und Briefen gut gelingt.

Als problematisch erweisen sich jedoch Menschen, die Philippe kannten. Vor ihnen kann sich Tom zwar einige Zeits versteckt halten, letztlich kommt jedoch Freddy (Billy Kearns) ihm auf die Spur. So muss auch dieser aus dem Weg geräumt werden. Auch dies kann Tom jedoch wieder zu seinem Vorteil umbiegen – alles scheint sich für ihn zum Guten zu entwickeln...

Wie auch Der Fremde im Zug musste Nur die Sonne war Zeuge Patricia Highsmiths Geschichte etwas abschwächen. Die unterschwellig homosexuelle Beziehung der beiden Hauptpersonen ist beispielsweise praktisch völlig weggefallen.

Was das kühl berechnende und manipulative Wesen der Hauptperson angeht, bekommt der Zuschauer dagegen alles, was man sich nur wünschen kann, zu sehen. Während er anfangs praktisch wie ein „Spielzeug“ Philippes wirkt und beim Zusammensein mit Margit zum dritten Rad am Wagen wird, wird dann doch sehr schnell klar, dass er der eigentlich „Überlegene“ ist. Er wartet auf seine Chance, lässt sich solange Einiges gefallen – in dem Wissen, es sich leisten zu können.

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